STEIN AM RHEIN: Abbruchpremiere

Am Freitag musste das Klingen Open Air abgebrochen werden. Am Samstag wurde aber weitergefeiert.

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Das Folk-Pop-Trio Make Plain aus dem Tessin überzeugte am Klingen­Open Air in Stein am Rhein. (Bild: Peter Spirig)

Das Folk-Pop-Trio Make Plain aus dem Tessin überzeugte am Klingen­Open Air in Stein am Rhein. (Bild: Peter Spirig)

Heftiger Regen führte am Freitag dazu, dass bald nur noch Hartgesottene vor der Bühne standen, auf die sie später flüchteten. Andere suchten auch wegen der Windböen Schutz im Zelt. Kurz vor 21 Uhr kam’s zudem zu einem ersten, später zu einem weiteren Stromausfall. Einzig Blitze, die neben dem Gelände herunterzuckten, erhellten die Nacht. Via Megafon wurde verkündet, dass abgebrochen werde – zum ersten Mal überhaupt – und dass die Gäste gebeten würden, Zelt und Gelände zu verlassen, um vor der Burg auf die Busse zu warten. Wegen eines Baumes, der auf der Strasse lag, wurde kurz darauf bekannt, dass sie doch nicht fahren. Trotz Rutschgefahr und Hinweisen auf ein Risiko machten sich Gäste auf den steilen Waldweg, um zu ihren Autos im Städtchen zu gelangen. Nach 23.30 Uhr war die Strasse wieder frei.

Viele waren auf dem Gelände geblieben und feierten – nun wieder mit Strom – weiter. Wobei die Organisatoren die Bands, dort mit dabei «Panda Lux» aus Rorschach, baten, zur Beruhigung zu spielen. Man spielte nicht auf der Bühne, sondern in der Bar. Laut Präsident Marco Wyss hätte das Hochfahren der Bühnenanlage zu lange gedauert. Organisiert wurde das Klingen Open Air vom Verein «Jugendfest», der gegen 1400 Gäste verzeichnen konnte.

Am Samstag wurde wieder gerockt. Zuerst von «Schneider goes». Auch die Norwegerin Monicka Hove, die Reggae-Band «Jah Pirates», das Rock-Trio «Mamma Jefferson» und das Folk-Pop-Trio «Make Plain» gefielen. Schliesslich verglich der Musiker «Crimer» den Anlass mit der Schönheit des Open Air Lumnezia, was Balsam für die Organisatoren-Seelen war.

 

Peter Spirig

unterseerhein@thurgauerzeitung.ch