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STECKBORN: Zerfall einer Quitte

Im Rahmen eines Schreibkurses entstand die Gruppe «Schreibstiften». Die Autoren präsentierten bei ihrer zweiten Lesung sieben Geschichten zum Thema Wogen, Wende und Wandel.
Hugo Berger
Linda Grace Rehsteiner organisierte die Lesung. (Bild: Hugo Berger)

Linda Grace Rehsteiner organisierte die Lesung. (Bild: Hugo Berger)

Hugo Berger

unterseerhein@thurgauerzeitung.ch

An der Lesung im Rosengartensaal des Hotels Feldbach in Steckborn bekamen die Gäste am Sonntag unter dem Thema Wogen, Wende und Wandel sieben ganz unterschiedliche Geschichten zu hören.

Da ist etwa der karrieresüchtige Endfünfziger, der in der Kurzgeschichte von Susanne Pislor Moser auf der Laufbahn im Stadtpark schmerzlich erfahren muss, dass er von jüngeren Läufern überholt wird. In der Schilderung von Cornelia Bein wird der Wandel am Zerfall einer Quitte aufgezeigt, und die Fäulnis mit dem Wechsel der Farben von Orange und Braun zu Violett wird als faszinierender Vorgang beschrieben.

Werner Dietrich vergleicht frühere Zeiten mit heute und stellt fest, dass Löcher in den Hosen einst ein Zeichen von Armut waren, heute aber einer fragwürdigen Mode folgend diese extra durchlöchert werden. Oder: «Wenn jemand rannte, hatte er es eilig oder war ein Dieb. Heute sind es Jogger.» Antine Haas sieht den Wandel für eine bessere Welt in der Musik, der Malerei und in der Dichtkunst. Und Berta Brunner Müller stellt fest, dass man unglückliche Liebesbazillen mit bestem Willen auch mit Kamillentee nicht killen kann. Für Karin Schoenenberg wird der Donnerstag zum Albtraum, denn es ist der Waschtag mit den Ränkereien, Zänkereien und den vielen Vorschriften.

Zusammengefunden hatte die Gruppe mit dem doppelsinnigen Namen «Schreibstiften» an einem Schreibkurs für Kurzgeschichten, der am vergangenen Herbst in der Bibliothek & Mediathek in Steckborn stattfand.

Harfenmusik und Märchen

Nach den Wortwürfen der Nachwuchsschreiber und Erzähltalente, die im Programm als Auftakt bezeichnet werden, folgte ein «Zwischentakt» mit Isabelle Hauser an der Harfe. Im zweiten Teil erlebten die Besucher ein weiteres Hörvergnügen mit Märchen der Erzählkünstlerinnen Yvette Padovan, Isabelle Hauser und Marianne Wenner.

Ganz besonders gefiel die Geschichte einer alten Frau, die mit List einen jungen Prinzen heiratet. Das Schicksal meint es gut mit ihr und ihrem neu Vermählten: Drei Feen, die gerade in guter Laune sind, verwandeln die Greisin in einem junge, hübsche Braut.

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