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STECKBORN: Verkehrsader am Untersee gekappt

Die SBB erneuern ihre Strecke zwischen Steckborn und Mammern und legen dort auch den Autoverkehr lahm. Die Seestrasse wird ab dem 23. Oktober abends bis zum 8. November morgens total gesperrt.
Gudrun Enders
SBB-Mitarbeiter bauen nachts ein neues Schotterbett und ein neues Gleis am Bahnübergang ein. (Bild: Nana do Carmo (Berlingen, 7. Oktober 2014))

SBB-Mitarbeiter bauen nachts ein neues Schotterbett und ein neues Gleis am Bahnübergang ein. (Bild: Nana do Carmo (Berlingen, 7. Oktober 2014))

STECKBORN. Das geht über 4300 Autofahrer an. So viele Fahrzeuge verkehren laut kantonaler Statistik im Durchschnitt pro Tag auf der Seestrasse zwischen Steckborn und Mammern. Sie müssen ab dem 23. Oktober, 22 Uhr, auf diesen Strassenabschnitt verzichten, bis zum 8. November morgens 5 Uhr. In dieser Zeit erneuern die SBB ihre Gleise samt Schotterbett auf diesem Abschnitt plus Bahnübergänge.

Das kantonale Tiefbauamt leitet ab Steckborn über Hörhausen, Lanzenneunforn, Herdern, Kalchrain und Eschenz um. «Ich rate den Autofahrern von Experimenten ab», sagt Max Koradi, der als Chef Unterhalt vom Bezirk 4 für die Umleitung zuständig ist. Die Liebenfelsstrasse in Mammern, die ebenfalls über den Seerücken führt, wird noch bis zum 4. November um 22 Uhr offen bleiben. Danach ist auch dieser Bahnübergang gesperrt. Dann gibt es keine weitere Strassenverbindung mehr über den Seerücken zwischen Eschenz und Steckborn. «Da ist nur Wald», sagt Koradi. Autofahrer, die sich trotz Umleitung an der Seestrasse entlangwagten, müssten spätestens an den ausgeräumten Bahnübergängen Halt machen. Da könne es schon 40 Zentimeter in die Tiefe gehen.

Kunden steigen auf Ersatzbusse um

Auch die Benutzer des öV spüren die Sanierungsarbeiten. Während der Streckensperrung werden sie von der Bahn auf Ersatzbusse umsteigen, die die Strecke zwischen Steckborn und Mammern überwinden. Da auch diese Busse die Umleitung fahren müssen, verlängert sich die Fahrzeit um maximal eine halbe Stunde. «Die Anschlüsse werden auf die jeweiligen Folgezüge sichergestellt», versprechen die SBB und die Regionalbahn Thurbo in einer Medienmitteilung. In den Ersatzbussen können keine Billetts gekauft werden und auch Velos haben keinen Platz.

Dank der Totalsperre verkürze sich die Bauzeit, informieren die SBB und Thurbo. Sie setzten alles daran, Einschränkungen und Baulärm auf ein Minimum zu beschränken. Erfahrungen haben die Seebuben mit solchen Sanierungen schon vor zwei Jahren in Berlingen gemacht, als dort die Gleise am Bahnübergang ausgetauscht und die Seestrasse gesperrt wurde.

Die SBB ersetzen aktuell über 5,1 Kilometer Länge Gleise und Schwellen am Untersee. Der Schotter wird gereinigt und mit rund 9800 Tonnen Neuschotter aufgefüllt. Computergesteuerte Baumaschinen stopfen dann den Schotter unter die Schwellen.

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