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STECKBORN: Turmhof: Gemäuer wie eine Wundertüte

Frischer Wind kommt in die alten Mauern des Turmhof-Areals. Am Samstag lud die Stiftung Turmhof zur Besichtigung des alten Zustands und zur Einsicht in die Umbau- und Renovationspläne.
Margrith Pfister-Kübler
Das sieht, wer aus den Fenstern der künftigen Mietwohnungen blickt. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Das sieht, wer aus den Fenstern der künftigen Mietwohnungen blickt. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

STECKBORN. «Es wird sich viel verändern», sagte Felix Lieberherr, Geschäftsführer Stiftung Turmhof, am Samstagmorgen pünktlich um 9 Uhr zur Begrüssung. Überraschend viele Interessierte – es waren über 50 – waren gekommen, um sich bis 12 Uhr durch die zuständigen Architekten, Vertreter der Denkmalpflege und des Amtes für Archäologie sowie Personen des Stiftungsrates durch den renovationsbedürftigen Turmhof, das Kaufhaus, die alte Schmitte, die Remise und das Pumpenhaus führen zu lassen.

Am Modell, das im Foyer aufgestellt war, konnten sich die Besucher ein Bild davon machen, wie moderne Architektur die steinernen Zeitzeugen aus dem 13. Jahrhundert zu zeitgenössisch stilvoller Nutzung bringen wird.

Der Mietzins bringt Geld

Einige Besucher nutzten die Führungen, andere suchten sich selbst den Weg durch die Bauten und nutzten die Gespräche mit den Fachleuten. Überall bröckelt es, trostlose Anblicke der alt-muffigen Substanz liess so manchen seufzen, doch beim Blick aus den Fenstern hinaus auf den See, ging den Besuchern das Herz auf. So werden aus den geplanten Wohnungen attraktive Wohnstätten am Wasser. Die Forderung der Stiftungsurkunde nach Eigenwirtschaftlichkeit wird durch die Vermietung von Wohnraum sichergestellt.

Unter den abgekratzten Wandschichten kamen alte Zeitungen hervor, datiert mit dem Jahr 1903, darunter auch eine «Thurgauer Zeitung». Im Seewasserpumpwerk wird eine 4,5-Zimmer-Wohnung auf zwei Etagen eingebaut. «Attraktiv, mit direktem Seeanstoss», schwärmte ein junges Paar. «Die alten Fenster bleiben, aber sie werden aufgedoppelt durch Spezialisten für Historisches», sagte Architekt und Koordinator Hans Bissegger.

Wundertüte mit dicken Wänden

Der zurzeit überschwemmte Aussensitzplatz bleibt für die Öffentlichkeit. «Die soziale Kontrolle funktioniert», wurde gewitzelt. Balkone und Wohnungen interessierten besonders. Thomas Baumgartner, Steckborns Ex-Stadtammann, stufte die baulichen Ideen als «spannend» ein. Christoph Ullmann, Mitglied des Stiftungsrates Turmhof und Vertreter der Heimatvereinigung Steckborn, hofft, dass die Bauphase sich nicht in die Länge zieht, denn die Gebäude seien «wie eine Wundertüte».

Der Turmhof und die Gebäude rundum haben Geschichte, die sich in den dicken Wänden widerspiegelt, mit Geheimnissen, die so gut behütet sind, wie dunkle Kapitel und alte Mauern.

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