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STECKBORN: Steuersegen am Untersee

Die Stadt schliesst 2017 mit einem Überschuss von knapp 1,7 Millionen Franken ab. Das ist deutlich besser als budgetiert. Allein der Steuerertrag liegt mehr als 800'000 Franken über dem Voranschlag.
Stefan Hilzinger
Trotz lediglich rund 3740 Einwohnern geniesst das Unterseestädtchen Steckborn das Stadtrecht. (Bild: Olaf Kühne)

Trotz lediglich rund 3740 Einwohnern geniesst das Unterseestädtchen Steckborn das Stadtrecht. (Bild: Olaf Kühne)

Das Städtchen am Untersee erlebt rosige Zeiten, was die Finanzen betrifft. Die Gemeinde schliesst die Rechnung 2017 laut einer Mitteilung mit einem Überschuss von knapp 1,7 Millionen Franken ab. Gerechnet hatte der Stadtrat mit einem Plus von 63'000 Franken. Der Gesamtaufwand der Stadtrechnung liegt bei rund 15,7 Millionen Franken. Es ist laut Mitteilung der Stadtverwaltung der beste Abschluss seit zehn Jahren.

Gute Steuerzahler in der Gemeinde

Der Hauptgrund für den unerwartet hohen Überschuss ist die deutlich gestiegene Steuerkraft der Steckborner. Lag der Wert 2016 noch bei 2085 Franken pro Einwohner, betrug er 2017 schon 2201 Franken (plus 5,6 Prozent). Entsprechend lägen die Steuererträge um 820'000 Franken über Budget, heisst es in der Mitteilung. Gründe für die Zunahme der Steuerkraft können im Zuzug von Gutverdienenden in die Gemeinde liegen oder in einem allgemeinen Wachstum der steuerbaren Einkommen in der Gemeinde.

Dem Jahresabschluss zu Gute kamen die Einnahmen aus der Vermietung der Zivilschutzanlage an den Bund (130'000 Franken). Der Bund hält die Anlage als Erstaufnahmezentrum für Flüchtlinge in Reserve. Gespart hat die Stadt im Sozialwesen. Für Alimentenbevorschussung, Sozialhilfe und das Asylwesen gab Steckborn im vergangenen Jahr unter dem Strich 230'000 Franken weniger aus als im Voranschlag angenommen. Noch nicht in die Rechnung eingeflossen, weil noch nicht fällig, ist die Mehrwertabgabe von 230'000 Franken im Nachgang zur Umzonung des Lindenareals.

Mehr Abschreibungen dank Überschuss

Der Stadtrat will den Überschuss zur Hauptsache für zusätzliche Abschreibungen verwenden. Es geht um 1,39 Millionen Franken. 100'000 Franken sollen in den Unterhalt von vermieteten Gemeindeliegenschaften fliessen Der Rest wird dem Eigenkapital zugeschlagen. Das letzte Wort über die Gewinnverwendung haben die Stimmbürger an der Rechnungsgemeindeversammlung am 28. Juni.

Der gute Abschluss bestätigt den Trend der letzten Jahre. "Wir konnten 6,5 Millionen Franken an Schulden abbauen", sagt Stadtpräsident Roger Forrer. Mit dem Abschluss 2017 habe der Stadtrat nun sein Legislaturziel erreich, die Pro-Kopf-Verschuldung auf unter 2000 Franken zu senken. Der Wert lag 2017 bei 1930 Franken pro Einwohner.

An der Rechnungsgemeinde im vergangenen Herbst haben die Stimmbürger den Steuerfuss für dieses Jahr von 66 auf 63 Prozent gesenkt. Das könnte für nächstes Jahr wiederum der Fall sein. "Eine neuerliche Steuerfusssenkung ist sicherlich ein Thema", sagt Stadtpräsident Roger Forrer.

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