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STECKBORN: Sein oder Nichtsein bei tanz:now

Kommenden Donnerstag geht das Tanzfestival tanz:now in die nächste Runde. Im Phönix-Theater in Steckborn werden an zehn Abenden und einem Nachmittag vielfältige und nicht selten verwirrende Darstellungen präsentiert.
Laura Willi
Am Tanzfestival «tanz:now» in Steckborn ist nicht immer alles so, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. (Bild: pd/Dominik Mentzos)

Am Tanzfestival «tanz:now» in Steckborn ist nicht immer alles so, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. (Bild: pd/Dominik Mentzos)

STECKBORN. Auf dem Flyer des tanz:now-Festivals in Steckborn scheint es, als ob vier Tänzer versuchen, eins zu werden, in einem Knäuel aus Armen und Beinen. Doch dies ist nur auf den ersten Blick so. Tatsächlich sind nur zwei Personen darauf abgebildet. Das Festival bietet zehn Abendvorstellungen mit Kompanien aus der ganzen Schweiz an. Zusätzlich wird an einem Sonntagnachmittag ein Sprech- und Tanztheater für Kinder aufgeführt. «Es ist ein extrem humorvolles Theater», sagt Caroline Minjolle, Mitarbeiterin der Kulturstiftung des Kantons Thurgau. Es sei clever und modern inszeniert. «Für mich sind Kinder das ehrlichste und zugleich schwierigste Publikum», sagt Philippe Wacker, Leiter des Phönix-Theaters.

Tanz zu Chorgesang

Wie im vergangenen Jahr macht Urban Dance den Auftakt. Es zeigt vier Kurzstücke, die urbane Tanzstile wie Hip-Hop oder Streetdance beinhalten. «Mit dieser Mischung wollen wir vor allem das junge Publikum ansprechen», sagt Minjolle.

Caroline Minjolle Mitarbeiterin der Kulturstiftung des Kantons Thurgau

Caroline Minjolle Mitarbeiterin der Kulturstiftung des Kantons Thurgau

Einen weiteren Höhepunkt bildet der Auftritt von Da Motus! aus Fribourg. «Diese Tanzgruppe besteht schon seit über 20 Jahren», sagt Minjolle. Für ihre Show wird ein Chorgesang des Kammerchor-Ensembles Zeugma eingespielt. «Das verleiht der Aufführung etwas Mystisches», sagt Wacker.

Philippe Wacker Leiter des Phönix-Theaters in Steckborn (Bilder: Laura Willi)

Philippe Wacker Leiter des Phönix-Theaters in Steckborn (Bilder: Laura Willi)

«Mit Tanzfaktor wollen wir die Möglichkeit bieten, verschiedene Facetten der Tanzlandschaft zu erleben», sagt Minjolle. Tanzfaktor sei eine Plattform für Newcomer unter den Choreographen, obwohl unter den sechs Kurzstücken, die gezeigt würden, auch alte Hasen seien. Speziell zu erwähnen sei dabei das Stück «One One One» von Ioannis Mandafounis. «In diesem findet eine Interaktion mit einem Zuschauer aus der ersten Reihe statt», sagt Minjolle. Dabei würden die Tänzer diesem in die Augen schauen und aufgrund dessen, was sie darin lesen, ihre Bewegungen anpassen. «Es entsteht ein Dialog zwischen den Tänzern und dem Zuschauer», sagt Wacker.

Tanzen im Stockdunkeln

Bei «Eifi Efo» würden die Tänzer tanzen und gleichzeitig einen Text improvisieren. Dieser Text entstehe aufgrund der Beobachtung des Publikums. Für Wacker ist die Spiegelung der Darbietung durch den Tanzboden speziell. «Es ist spannend und verwirrend zugleich.»

«Für <Shiver> werden die Tänzer mit einer Infrarotkamera gefilmt und eine Projektion auf ihren Körper projiziert. «Die Tänzer folgen einer präzisen Choreo im Stockdunkeln, man befindet sich sozusagen in einer Blackbox», sagt Minjolle. Dadurch, dass das projizierte Bild nicht immer deckungsgleich mit den Tänzern sei, könne der Zuschauer nicht immer ganz einordnen, was wirklich auf der Bühne geschieht. «Einmal hat man das Gefühl, die Bühne werde mit Lava geflutet», sagt Wacker.

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