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STECKBORN: Quecksilber im Feldbach beseitigt

Beim Surfplatz unterhalb der ARA fanden Ingenieure bei Messungen Schadstoffe. Mittlerweile sind sie entfernt, und das Erdreich ist wieder mit Humus aufgefüllt.
Samuel Koch
Bis im Jahr 1974 betrieb unter anderem die Kunstseiden AG (mit hohem Kamin) ihren Produktionsstandort auf der Feldbachhalbinsel. (Bild: alt-Steckborn.ch/PD (Anfang 1950er-Jahre))

Bis im Jahr 1974 betrieb unter anderem die Kunstseiden AG (mit hohem Kamin) ihren Produktionsstandort auf der Feldbachhalbinsel. (Bild: alt-Steckborn.ch/PD (Anfang 1950er-Jahre))

Schadstoffe im Boden, wo sich vor allem im Sommer unzählige Badegäste tummeln und ein Fleckchen Grün für ihr Badetuch oder ihre Picknickdecke suchen. Im allerorts beliebten Feldbachareal in Steckborn haben Bodenmess-Ingenieure Altlasten aus der Zeit der Industrialisierung gefunden. Beim Surfplatz unterhalb der ARA sind auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern Schadstoffkonzentrationen über den zulässigen Werten gemessen worden.

Dabei handelt es sich um Quecksilber, wie Samuel Villiger vom kantonalen Amt für Umwelt, Ressort Altlasten, sagt. «Die Konzentration lag zwar über dem Grenzwert von zwei Milligramm pro Kilogramm Erdreich», meint Villiger. Eine Gefahr für Mensch, Flora und Fauna bestand jedoch zu keinem Zeitpunkt. Nachdem die Belastungen im März 2015 erstmals bekannt worden waren, hat die kantonale Behörde verfügt, dass sich dort vor allem keine Kleinkinder mehr aufhalten, und dass das Unterseestädtchen die Kontamination bis spätestens 2020 zu beseitigen hat.

Fachgerechte Entsorgung in Deponie Berg

Der Stadtrat informierte die Einwohner an der Gemeindeversammlung vom vergangenen Dezember über die Sanierung der Altlasten. «Eine Gefahr für die menschliche Gesundheit hat zu keiner Zeit bestanden», sagt Stadtpräsident Roger Forrer, sonst hätte man den Bereich sofort absperren lassen. «Da es sich jedoch um einen sensiblen Bereich in der Erholungszone handelt, wollten wir eine sofortige Lösung», meint Forrer. So sanierten Spezialisten die betroffene 20-Zentimeter-Schicht Oberboden und entsorgten sie fachgerecht in der Deponie Kehlhof in Berg. Daraufhin wurde im Boden ein Vliess eingelegt und unverschmutzter Humus eingefüllt. Die Sanierungsarbeiten kosteten rund 15'000 Franken. Sobald es wieder wärmer wird, säen Mitarbeiter des Bauamtes auf der betroffenen Stelle Rasen an.

Samuel Koch

samuel.koch@thurgauerzeitung.ch

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