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STECKBORN: Promis am Berg

Vor einem Jahr gelang die Neulancierung, nun muss sich der Berglauf etablieren. Helfen könnte dabei auch OL-Läufer Martin Hubmann, der sich am Hügel mit Seesicht auf die Saison vorbereitet.
Donat Beerli
Läufer des letztjährigen Steckborner Berglaufs kurz vor dem Hoefl, im Hintergrund der Untersee. (Bild: Andrea Stalder)

Läufer des letztjährigen Steckborner Berglaufs kurz vor dem Hoefl, im Hintergrund der Untersee. (Bild: Andrea Stalder)

Donat Beerli

donat.beerli

@thurgauerzeitung.ch

In drei Wochen gilt es für Martin Hubmann ernst. Dann finden die Selektionsläufe für die WM im estnischen Tartu statt. In Estland ist der Eschliker diese Woche auch im Trainingslager, bevor er nächste Woche in Steckborn an den Start geht.

Martin Hubmann, wie steht es um Ihre Form?

Ich gebe zu, dass ich nicht in bester Verfassung bin. Das haben die ersten Rennen der Saison gezeigt, ich verliere noch zu viel Zeit auf die Besten.

Das können Sie aber noch aufholen bis zur WM-Selektion in drei Wochen.

Davon bin ich überzeugt. Wäre ja schade, wenn ich heute schon in Topform wäre.

Woran liegt es denn?

Ich war in letzter Zeit physisch übermüdet. Im vergangenen Jahr war alles ein wenig zu viel. Ich habe mein Studium als Bauingenieur abgeschlossen und arbeite seither 50 Prozent als wissenschaftlicher Assistent an der ZHAW. Heute muss ich mir ­eingestehen, dass dieses Pensum nebst meiner sportlichen Tätigkeit an der oberen Grenze liegt. Als Athlet bin ich bis zu 20 Wochen im Jahr unterwegs. Wenn ich zu Hause bin, arbeite ich dann gegen 70 Prozent.

Sie wollen aber trotz Studienabschluss weiterhin auf ­die Karte Sport setzen?

Der Sport soll Priorität geniessen. Natürlich habe ich mir auch überlegt, nach dem Abschluss Profisportler zu werden. Die Arbeitsstelle an der ZHAW hat aber für mich klar mehr Vorteile; ich profitiere von flexiblen Arbeitszeiten und von einem fixen Einkommen. Zudem kann ich Berufserfahrungen sammeln, um mir den Einstieg nach der Sportkarriere zu erleichtern. Mit der Doppelbelastung muss ich aber auch bereit sein, Kompromisse einzugehen. Ich versuche, meine zwei Trainingseinheiten pro Tag so gut wie möglich einzuplanen.

Nun kommen Sie ja zuerst mal nach Steckborn, um ein paar Atemzüge Seeluft zu schnuppern.

Darauf freue ich mich. In der ­Bodenseeregion bin ich leider viel zu wenig unterwegs. Ich wusste gar nicht, dass es in Steckborn einen Berg hat.

Warum haben Sie sich für Steckborn entschieden?

Ich bin angefragt worden und hatte an diesem Wochenende noch keine anderen Pläne oder Läufe. Zudem bin ich ja auch eher hügelschwach, ein Training schadet also sicher nicht. Ich kann mir gut vorstellen, nächstes Jahr wiederzukommen. Ich könnte dann vergleichen, wie ich mich gegenüber diesem Jahr verbessert habe. Solche Vergleichswerte sind immer sinnvoll.

Sie streben aber trotzdem den Sieg an?

Der Sieg ist natürlich mein Ziel. Es ist aber auch einfach mal schön, mit anderen Sportlern an den Start zu gehen, das motiviert.

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