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STECKBORN: Probleme lösen im Jugendtreff

Der neue Treff-Standort bietet mehr Platz – auch für ein neues Coaching-Angebot für Kinder und Jugendliche. Zudem gehört der Dienstagnachmittag nun den Primarschülern.
Judith Meyer
Die Kids vom Jugendtreff mit Treffleiterin: vorne Leena (12), Amra (12), Loran (9), Katarina Pipa und Alblin (11), hinten Olsi (10), Florian (10), Telat (11), Emir (10), Vishadini (9), Anna (10) und Lilly Marie (10). (Bild: Judith Meyer)

Die Kids vom Jugendtreff mit Treffleiterin: vorne Leena (12), Amra (12), Loran (9), Katarina Pipa und Alblin (11), hinten Olsi (10), Florian (10), Telat (11), Emir (10), Vishadini (9), Anna (10) und Lilly Marie (10). (Bild: Judith Meyer)

Judith Meyer

unterseerhein@thurgauerzeitung.ch

Der Jugendtreff ist in den neuen Räumlichkeiten an der Bahnhofstrasse 1 angekommen. Da hat es nach dem Umzug von vergangenem November nun auch wieder Platz für unterstützende Kinder- und Jugendangebote. Eines sticht besonders heraus: das Ipe-Coaching, das Jugendtreffleiterin Katarina Pipa anbietet.

«Das Angebot gibt es eigentlich schon seit zwei Jahren, aber durch den Umzug habe ich es nicht mehr beworben», erklärt Pipa. Die Idee, Kinder ab dem achten Lebensjahr und Jugendliche bis in die Kanti- oder Lehrzeit bei Problemen, Lernschwierigkeiten, Ängsten oder anderen aktuellen Themen lösungsorientiert zu unterstützen, entstand bei Pipa im Zusammenhang mit einer Weiterbildung. Sie entdeckte das Institut für Potenzialentfaltung (Ipe), das sich beim Coaching wissenschaftlicher Methoden bedient, die aus dem Bereich des Managements, der Therapie und des Alphalearnings stammen.

Psychologische Erfahrung aus Care-Team Thurgau

Durch ihre langjährige Erfahrung im Care-Team des Kantons Thurgau konnte sie aus dem psychologischen Bereich Parallelen zum Coaching ziehen. «Ich war von der Coaching-Methode begeistert und wollte das gerne im Jugendtreff anbieten», schildert Pipa. Den Unterschied zu herkömmlichen ähnlichen Angeboten der Schule oder anderer Institutionen sieht sie darin, dass sich ihr Angebot zum Beispiel von einer Aufgabenhilfe stark unterscheidet. Denn das Coaching zielt auf ganz andere Ebenen des menschlichen Gehirns, wie man besser lernt. Die Methode baut auf neun verschiedene Ansätze, wie man ein Problem angehen kann. Pipa bringt den Kindern und Jugendlichen die auf das individuelle Problem passenden Methoden bei. Das pendelt sich dann zwischen ein bis drei anwendbare Ansätze ein. «Die Erfahrungen jener, die bereits ein Coaching machen konnten, sind positiv. Sie berichten, dass sie sich geerdeter, gelassener und ruhiger fühlen, aber auch, dass sie effizienter und strukturierter arbeiten können. Die Konzentration ist merklich besser und somit verringert sich die Lernzeit», berichtet Pipa von den Rückmeldungen der Coaches.

Um gecoacht werden zu können, braucht es Freiwilligkeit. Das macht die Begleitung speziell und unterscheidet sich zum Beispiel von anderen Unterstützungsangeboten, die mit Auflagen verbunden sind. Das erste Treffen, das unter Umständen auch im Beisein der Eltern stattfinden kann, ist kostenfrei, danach bezahlt man für eine Stunde Coaching 65 Franken. Davon gehen 15 Franken in einen Fonds für Eltern, die diesen Betrag nicht aufbringen können. Abgerechnet wird über den Verein Jugendtreff, welcher dann einen Teil der Einnahmen an Pipa auszahlt. Der Vorstand des Jugendtreffs prüft Anträge auf finanzielle Hilfe für ein Coaching und entscheidet nach sorgfältiger Prüfung, wer zu dieser finanziellen Unterstützung kommt.

Das Coaching findet insgesamt sechsmal statt. Nebst dem Angebot des Coachings können nun auch Primarschüler am Dienstagnachmittag den Jugendtreff ganz alleine für sich beanspruchen. «So lernen sie den Jugendtreff kennen und wie hier alles funktioniert. Sie getrauen sich auch mehr, wenn die Jugendlichen hier sind.» Mit den neuen Räumlichkeiten, in denen man sich mehr vertun kann, verteilen sich die verschiedenen Altersgruppen besser als zuvor. «Seit wir hier sind, ist die Vielfalt grösser, weil eben auch die Räume dafür da sind», so Pipa. So seien erst kürzlich 20 Kinder im Treff zu Gange gewesen. Die einen beschäftigten sich mit Hausaufgaben, andere bereiteten Essen für das Bistro zu und wieder andere spielten gemeinsam auf der Playstation oder hielten einfach einen guten Schwatz unter Freunden.

www.jugendtreff-steckborn.ch neu an der Bahnhofstrasse 1

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