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STECKBORN: Mit Hemden in die närrische Zeit

Am Donnerstagabend riefen die Narren mit dem Hemdglonggner-Umzug lautstark die fünfte Jahreszeit aus. Der Marsch im weissen Nachtgewand und mit Häubchen durch das Städtli begann am Kehlhofplatz.
Judith Meyer
Susi Rindisbacher als neue Organisatorin (mit Laterne) und Tambour Armin Hausmann führen den Hemdglonggner an. (Bild: Judith Meyer)

Susi Rindisbacher als neue Organisatorin (mit Laterne) und Tambour Armin Hausmann führen den Hemdglonggner an. (Bild: Judith Meyer)

Judith Meyer

unterseerhein@thurgauerzeitung.ch

Der Tradition verbunden, fanden sich am Donnerstagabend auf dem Kehlhofplatz gegen 50 Personen und etwa fünf Kinder ein, um im weissen Nachtgewand mit Häubchen und Ratsche bewaffnet die Fasnacht einzuläuten. Alte Waschbretter, Kindersaxofone, Schwingbesen, Trillerpfeifen, Trompeten und eine Trommel dienten dazu, so richtig Lärm zu machen.

«Mir macht die Tradition Spass, und ich spiele erst noch gerne Trommel», verriet Armin Hausmann, der Tambour der Truppe, der seinem Instrument wunderbar passende Melodien für die Narren entlockte. Hausmann und Susi Rindisbacher, die neu den Hemdglonggner organisierte, führten den Zug an. Als Beleuchtung dienten im schon dunklen Städtli Fackeln und kleine Laternen. Die Teilnehmer zogen vom Schützengraben zur Seestrasse, wo der Verkehr durch die Feuerwehr geregelt wurde, wieder zurück in die engen Gässlein des Städtli. Eine feste Kleiderordnung gebe es für den Umzug nicht, wie Rindisbacher bemerkte: «Schön ist es, wenn alle in einem weissen Nachtgewand erscheinen, wie das aussieht, ist aber jedem selber überlassen.»

Polonaise vor dem Stadthaus

Die Trommel gab den Takt zum Marschieren an. Immer mal wieder ging ein Fenster auf, und es wurde fröhlich herausgewinkt. Auf dem Weg gesellten sich da und dort entweder Fasnächtler im weissen Hemd oder aber Zuschauer dazu. Vor dem Stadthaus wurde dann die Polonaise getanzt, man lachte und lärmte. Licht im Innern verriet, dass die Lokalpolitiker noch tagten. «Dass so viele Leute zum Hemdglonggner kommen, finde ich beeindruckend, ebenso die Tradition des Anlasses», schwärmte Stadtrat Jonas Füllemann, der ebenfalls dem Brauch folgend im weissen Nachtgewand erschien und lobende Worte für die Unterstützung der Feuerwehr bei der Regelung des Verkehrs fand.

Der Zug bewegte sich Richtung Bahnhof, wo die lustige Gesellschaft sich zum Schlusswort von Rindisbacher versammelte. Sie bedankte sich bei allen und eröffnete dann den zweiten Umzug – nämlich die ebenfalls traditionelle Beizentour.

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