Steckborn: Erfolg findet Stadt

STECKBORN. Eisbahn, Künstler-Wochenende und das grosse Stadtfest: Die Verantwortlichen des Steckborner Jubiläumsjahres ziehen eine erfreuliche Bilanz. Ein Jahr lang begeisterte die Stadt sowohl die eigenen Bewohner als auch viele Besucher.

Gudrun Enders
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Drei Männer am Konferenztisch: Gestern verkündeten Medienchef Rolf Müller, Stadtammann Roger Forrer und OK-Präsident Kurt Krucker den Erfolg von 700 Jahre Stadt Steckborn. (Bild: Nana do Carmo)

Drei Männer am Konferenztisch: Gestern verkündeten Medienchef Rolf Müller, Stadtammann Roger Forrer und OK-Präsident Kurt Krucker den Erfolg von 700 Jahre Stadt Steckborn. (Bild: Nana do Carmo)

Die Rechnung geht voll auf. Das Jubiläum schweisste die Steckborner zusammen und das Städtchen machte eine gute Figur nach aussen. Mit mehreren zehntausend Festgästen, über 20 Veranstaltungen und zwei Grossanlässen wie das Stadtfest und die Any-Games zeigten sich die Verantwortlichen gestern sehr erfreut über das Jubiläumsjahr: «Es war ein gutes Jahr.»

Die Rechnung geht sogar wortwörtlich auf – unter dem Strich steht eine schwarze Zahl. So viel konnte OK-Chef Kurt Krucker schon sagen, auch wenn noch kein definitiver Rechnungsabschluss vorliegt. «Das haben wir unter anderem dem schönen Wetter am Stadtfest zu verdanken», sagte Krucker. Fürs Jubiläumsbudget hatte die Stadt 100 000 Franken gesprochen, noch einmal so viel liessen Sponsoren springen. Ein möglicher Überschuss kommt dem Gemeinwohl zugute.

Wir-Gefühl erreicht

OK-Chef Krucker freute sich in erster Linie darüber, dass die Bewohner des Städtchens im Jubiläumsjahr ein Wir-Gefühl entwickelten und dass Steckborn auch ein positives Bild nach aussen vermitteln konnte. «Wir haben ziemlich Eindruck gemacht», sagte Krucker stolz. Am meisten hätten die Gäste bewundert, wie viel Kultur Steckborn mit seinen gerade einmal 3600 Einwohnern aufweise. «Uns fällt das gar nicht mehr auf, dass wir Galerien, ein eigenes Theater, eine eigene Zeitung und ein Lokalfernsehen haben.»

Für Rolf Müller, Medienchef im OK, war der Slogan «Steckborn findet Stadt» mehr als griffig: «Die Steckborner machten sehr gerne mit.» Stadtammann Roger Forrer freute sich über das unfallfreie Jubiläumsjahr. «Es gab auch Reibungspunkte, die aber mit konstruktiven Vorschlägen gelöst wurden.» Forrer gab als Stadtammann zu bedenken, dass neben den Festivitäten die Stadt ihr normales Pensum bewältigte: «Ausserdem haben wir eine neue Badi hingestellt und ein Wasserreservoir gebaut.»

Ein nachhaltiges Jubiläum

Wichtig ist den Organisatoren, dass das Jubiläum auch in Zukunft Spuren hinterlässt. «Wir wollten den Zusammenhalt fördern. Das ist uns gelungen. Nun glauben wir, dass das bleibt», sagt OK-Chef Krucker. Auch fürs Jubiläum neu kreierte Anlässe finden eine Fortsetzung. Das nächste Künstler-Wochenende etwa ist schon in Planung, auch die Stadtmusik und das Steckborner Orchester konzertieren wieder gemeinsam. Die Verantwortlichen zeigten sich begeistert: «Danke, liebe Steckborner.»