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STECKBORN: Eine abgesegnete Pumptrack-Anlage

Die Stimmberechtigten genehmigten an der Gemeindeversammlung der Primarschule die Senkung des Steuerfusses um zwei Prozentpunkte. Für das laufende Jahr budgetiert die Behörde einen Rückschlag.
Schulpräsident Reto Brändle und Schulleiter Markus Rüegge besprechen die Versammlung. (Bild: Rahel Haag)

Schulpräsident Reto Brändle und Schulleiter Markus Rüegge besprechen die Versammlung. (Bild: Rahel Haag)

Schon beim Betreten des Hubschulhauses am Dienstagabend ist aus dem oberen Stock Kindergesang zu hören. Um 19.45 Uhr wird ein letztes Mal geprobt. Zum Lied «A Night Like This» wird geklatscht und gestampft. Lehrerin Anja Scheifele begleitet die Kinder der 5. und 6. Klasse zusätzlich am Flügel.

Fünf Minuten vor Beginn der Schulgemeindeversammlung der Primarschule Steckborn setzen sie sich auf den Boden und warten auf ihren Auftritt. «Schhhhh», macht die Lehrerin –mit wenig Erfolg. Immerhin schwatzen auch die Erwachsenen, die sich unterdessen im Singsaal eingefunden haben.

Höhere Kosten für die Fotovoltaik-Anlage

Während die Kinder nach ihrem Auftritt mit einem Osterhasen aus Schokolade belohnt wurden, ging es für die 31 anwesenden Stimmbürger erst los. Die Rechnung 2017 schliesst bei einem Aufwand von gut vier Millionen mit einem Vorschlag von rund 549000 Franken. Zu diesem erfreulichen Ergebnis führten laut Schulpräsident Reto Brändle vor allem Mehreinnahmen bei den Steuern. Die Schulbehörde beantragte, gut 270000 Franken des Gewinns für ausserordentliche Abschreibungen auf die Parzelle Nr. 342, die neben der Schulanlage Hub liegt, zu verwenden. «Dadurch könnte die Parzelle bis auf einen Franken abgeschrieben werden», sagte Brändle. Die Behörde beantragte, den verbleibenden Überschuss von gut 278000 Franken für Einlagen in die Vorfinanzierung der Schulanlage zu verwenden.

Im Rahmen der Rechnung kam auch die Investitionsrechnung kurz zur Sprache. In diesem Bereich waren die Kosten 2017 um knapp 21000 Franken höher ausgefallen als budgetiert. Der Grund: Die Sanierung von Dach und Fassade des Hubschulhauses mit gleichzeitiger Erstellung einer Fotovoltaik-Anlage überschritt die budgetierten Baukosten um rund zehn Prozent. «Unter anderem mussten wir vier kleinere, statt eines grossen Wechselrichters einbauen», sagte Brändle dazu. Die Rechnung und auch die Verwendung des Gewinns genehmigten die Stimmbürger einstimmig.

Für 2018 ist ein Rückschlag budgetiert. Bei einem Aufwand von rund 4,59 Millionen Franken soll er sich auf 240000 Franken belaufen. Das Budget basiert auf einen reduzierten Steuerfuss von 45 statt 47 Prozent. «Diesen Rückschlag können wir stemmen», sagte Brändle. Die grösste geplante Investition bildet das Bauprojekt mit der Politischen Gemeinde im Feldbach Areal. Dort soll ein Aussengeräteraum sowie eine zusätzliche WC-Anlage entstehen. Die Primarschule beteiligt sich mit 168500 Franken. «Ausserdem haben wir gemeinsam mit dem Bike Club Steckborn auf dem Hubareal eine Pumptrack-Anlage geplant.» Von den Gesamtkosten über 120000 Franken, wird die Primarschule 70000 Franken übernehmen. Auch das Budget genehmigten die Stimmbürger einstimmig.

«Schwangere Frauen sind unser Hauptproblem»

Das freute besonders Schulleiter Markus Rüegge. «Gleich morgen werde ich dem Bauunternehmen das OK geben», sagte er strahlend. Der Bau der Pumptrack-Anlage werde nur zwei Wochen dauern und am Schulschlussfest vom 15. Juni werde sie in Betrieb genommen. «Das ist schon in Stein gemeisselt.» Zum Schluss äusserte er sich auf die Aufforderung von Reto Brändle hin noch zum Team. In diesem Sommer werde es zwei Abgänge von schwangeren Kolleginnen geben. «Ja, die schwangeren Frauen sind unsere Hauptsorge», sagte er und stiess einen tiefen, gespielten Seufzer aus. «Aber das ist nicht meine Schuld», fügte er an und lachte.

Rahel Haag

rahel.haag

@thurgauerzeitung.ch

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