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STECKBORN: Ein knappes Nein

Der Souverän folgte der Empfehlung des Stadtrates. Mit 558 Nein- und 406 Ja-Stimmen wurde die Volksinitiative «für eine quartiergerechte Gestaltung und Überbauung der Scheitingerwiese» abgelehnt.
Margrith Pfister-Kübler
Die Scheitingerwiese mit Blick über den Untersee. (Bild: Reto Martin)

Die Scheitingerwiese mit Blick über den Untersee. (Bild: Reto Martin)

Margrith Pfister-Kübler

unterseerhein@thurgauerzeitung.ch

Heisse Debatten gingen der Entscheidung an diesem sommerlich warmen Abstimmungssonntag voraus. Die Stimmbeteiligung war denn auch hoch. 42,7 Prozent der 2316 Stimmberechtigten gingen an die Urne. 42,34 Prozent davon (406 Stimmen) unterstützten das Anliegen der IG Scheitingen, der Neinanteil lag aber bei 57,66 Prozent (553 Stimmen). Damit ist diese Volksinitiative abgelehnt. «Wir sind dankbar, dass der Souverän der Empfehlung des Stadtrates gefolgt ist», erklärt Stadtpräsident Roger Forrer auf Anfrage und ergänzt: «Beim vorliegenden Nein ist das Anliegen der Initianten sowie der Stimmbürger, welche die Initiative unterstützt haben, ernst zu nehmen.» Im Rahmen der laufenden Gesamtrevision der Ortsplanung seien jetzt allfällige Massnahmen in einer Gesamtbetrachtung und unter Einhaltung der gesetzlichen Planungspflichten und Verfahrensbestimmungen sowie unter Abwägung der öffentlichen und privaten Interessen zu prüfen. Letztlich hätten dann aber die Stimmbürger an der Urne über die zukünftige Ortsplanung zu befinden.

IG nicht geknickt, sondern dankbar für Ja-Stimmen

Trotz Ablehnung der Initiative geben sich Erwin Utz und Markus Bucher als Sprecher der IG Scheitingen und des Initiativkomitees auf Anfrage nicht geknickt, sondern zeigen sich dankbar für die vielen Ja-Stimmen. «Gescheitert ist heute das Initiativbegehren. Nicht gescheitert ist damit das Anliegen der Scheitinger und der vielen Ja-Stimmenden, die sich weiterhin eine quartierverträgliche Überbauung der Scheitingerwiese wünschen.» Die Initianten erklären, dass die Strategie der Initiativgegner, die Überbauung Scheitingerwiese und das vage Sportplatzprojekt zu verknüpfen, für die Landbesitzer erfolgreich war. Mit der Ablehnung der Initiative habe die Mehrheit der Stimmbürger nicht nur auf die Einführung einer neuen Wohnzone, sondern auch auf die Möglichkeit verzichtet, bei einer quartierverträglichen Überbauung und Gestaltung der Scheitingerwiese mitzureden und mitzubestimmen. Dies bleibe nun allein der Bauherrschaft, den Anwohnern sowie den kantonalen Behörden überlassen. Die IG werde aber jetzt nicht schlafen. «Wir werden das Abstimmungsergebnis sorgfältig analysieren, anschliessend über das weitere Vorgehen entscheiden und die Öffentlichkeit informieren», so die IG-Sprecher.

Die IG Scheitingen hatte die Einführung einer neuen Zone im Baureglement gefordert, in der nur noch Ein-, Zwei- und Doppeleinfamlienhäuser mit einer maximalen Gebäudelänge von 15 Metern zulässig sein sollen. Damit sollen sieben dort geplante Wohnblöcke verhindert werden, die dem aktuellen Baureglement entsprechen, aber aus Sicht der IG eine Bausünde darstellen.

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