STECKBORN: «Die Stadt in die Welt hinaus bringen»

Olympiateilnehmer und Alinghi-Segler traten unter anderen an der internationalen Schweizer Meisterschaft der Star-Klasse an. Das Städtchen erntete viel Lob für die Organisation und Unterstützung.

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3 der 28 Zweimann-Kielboote «Star» kämpfen vor Steckborn um die besten Plätze. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

3 der 28 Zweimann-Kielboote «Star» kämpfen vor Steckborn um die besten Plätze. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Es war eine Regatta für die Grossen. Am Auffahrtstag der Start, am Samstag der letzte Lauf von sechs Wettfahrten. «Es ist alles perfekt gelaufen», zieht Urs Ruppli, OK-Chef und Präsident des im Hafen Steckborn beheimateten Yachtclubs Schaffhausen, Bilanz. Selten waren im Hafen von Steckborn so viele Elite-Segler anzutreffen. Wie beispielsweise Olympiateilnehmer Josef Steinmeier, Reto Heilig oder Enrico De Maria, seinerseits Alinghi-Segler beim America’s Cup.

Auch der ehemalige Olympiateilnehmer Urs Hunkeler vom Yachtclub Tivoli Luzern machte neben vielen anderen diese Star-Schweizer-Meisterschaft am Untersee zum unvergesslichen Erlebnis. Ein wesentlicher Grund für die Beliebtheit von Steckborn als Austragungsort für die Schweizer Meisterschaft ist die gute Infrastruktur. Aus seglerischer Sicht ist ein weiterer Grund zu nennen: Der Wind kommt meistens, obwohl das Warten auf ihn diesmal ganz schön knuffig war. Wettfahrtleiter Stefan Strasser aus Steckborn wurde gefordert: «Zwischendurch war der Wind extrem drehig und löchrig.» In der Praxis sei das dann alles nicht ganz so einfach. Die Bahn ausrichten, Startlinien ausrichten, immer dem Wind angepasst, die Regattabahn vom unteren Teil des Sees bis Mammern nach oben gegen Berlingen verlegen.

Ausgebuchte Hotels und viel Zuspruch

Stadtpräsident Roger Forrer zeigte sich beeindruckt von den seglerischen Leistungen: «Es ist schön, wie dieser Anlass unsere Stadt in die Welt hinaus bringt.» Beim Hafenmeister Andi Gisler klappte alles optimal. Das Ein- und Auswassern der Boote, ohne Stress, präzise Arbeit. «Grossartig, er macht einen sehr guten Job», sagte ein Besucher. Und dies alles neben dem normalen Hafenbetrieb. «Hafenmeister Gisler hat auch alle Gastplätze organisiert. Duschen, WCs, jeglicher Service klappte hervorragend», rühmte der Wettfahrtleiter und ergänzte: «Die Unterstützung durch die Stadt Steckborn ist einmalig.» Die Hotels sind ausgebucht, denn in den Sportbooten ist mit gemütlich Schlafen nichts. Star-Klassenpräsident Christoph Gautschi bezeichnete das Regattieren in Steckborn als «ausgezeichnet».

Margrith Pfister-Kübler

unterseerhein@thurgauerzeitung.ch

Rangliste

1. Hubert Merkelbach/Brian Fatih, Ueberlingen/Miami. 2. Urs Hunkeler/Enrico De Maria, Luzern. 3. Jean-Pascal Chatagny, Serge Pulver (CH), Chatagny.

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