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STECKBORN: Der Stapi nimmt den Hut

Am Montagmorgen teilte Roger Forrer überraschend mit, dass er das Amt des Stadtpräsidenten 2019 aufgibt. Danach übernimmt er die Leitung des familieneigenen Immobilienunternehmens in Wil.
Rahel Haag
2019 ist Schluss: Roger Forrer tritt nicht mehr zur Wahl an. (Bild: Donato Caspari (5. Juni 2016))

2019 ist Schluss: Roger Forrer tritt nicht mehr zur Wahl an. (Bild: Donato Caspari (5. Juni 2016))

Rahel Haag

rahel.haag

@thurgauerzeitung.ch

Den Entscheid habe er innerhalb von zehn Minuten gefällt. Roger Forrer schmunzelt. Übereilt war der Entschluss aber nicht. Eigentlich habe er gedacht, dass er noch eine weitere Legislatur im Amt bleibe, «aber dann kam es anders». Seit 1995 ist er gemeinsam mit seiner Schwester Besitzer der Forrer Immobilien AG mit Sitz in Wil. «Als meine Schwester mir sagte, sie wolle die Leitung abgeben, war der Fall für mich klar.»

Noch gut ein Jahr bleibt Roger Forrer als Stadtpräsident im Amt. Zurücklehnen kommt für ihn aber nicht in Frage. «Ich bleibe bis zum letzten Tag aktiv», sagt er. Es gebe noch einige Projekte, die er bis dahin vorantreiben wolle, «zum Beispiel den neuen Sportplatz». Er trauere dem Amt aber nicht nach, er schaue nach vorn. «So habe ich es auch schon als Staatsanwalt gemacht, bevor ich das Amt des Stadtpräsidenten angetreten habe.»

Bisher ist noch kein Nachfolger in Sicht

Den Stadtrat, seine Mitarbeiter und die SVP habe er vor einer Woche über seinen Abgang informiert. Beim Thema Nachfolge schmunzelt er. «Diesbezüglich muss jeder für sich schauen und entscheiden.» Er werde sich zurückhalten. «Meine Tür steht Interessierten bei Fragen aber jeder Zeit offen», sagt er. Auch als Verwaltungsratspräsident der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein wird Forrer zurücktreten. «Auf gut Deutsch: Ich bin kein Sesselkleber.» Und so wird in insgesamt 25 Fällen Ersatz für ihn gefunden werden müssen.

Was Forrer im Rückblick stolz macht, sei die Tatsache, dass Steckborn es aus den Negativschlagzeilen geschafft hat. Und dass er als Stadtpräsident eine gute Beziehung zur Bevölkerung aufbauen und pflegen konnte. «Es war eine schöne Zeit, aber jetzt ist jemand anderes an der Reihe.»

Umzug nach Wil ist nicht ausgeschlossen

Künftig wird Forrer also in Wil arbeiten. Dort ist er auch aufgewachsen. Vorerst will er aber weiterhin in Steckborn wohnen. «Sicher kurz- bis mittelfristig», sagt er. Ob er später nicht doch in den Nachbarkanton zügelt, kann er noch nicht sagen. Forrer überlegt, schmunzelt dann und sagt schliesslich: «Nirgends ist es schöner als in Steckborn.» Dafür nehme er den Arbeitsweg von rund 30 Minuten gerne in Kauf.

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