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STECKBORN: Das Geld in trockenen Tüchern

Im Juni schickte das Stimmvolk einen 10-Millionen-Franken-Kredit für die Wohnbaugenossenschaft Linde bachab. Jetzt ist die komplette Finanzierung gesichert, und ab heute liegt das Baugesuch öffentlich auf.
Samuel Koch
Auf dem Lindenareal in zentraler Lage des Unterseestädtchens weichen die meisten Gebäude bald einer Überbauung. (Bild: Olaf Kühne)

Auf dem Lindenareal in zentraler Lage des Unterseestädtchens weichen die meisten Gebäude bald einer Überbauung. (Bild: Olaf Kühne)

Samuel Koch

samuel.koch@thurgauerzeitung.ch

Es geht vorwärts. Die Pläne der Wohnbaugenossenschaft (Woba) Linde rücken einen entscheidenden Schritt näher in Richtung Realisierung. Für rund 29 Millionen Franken plant die Woba eine Überbauung mit altersdurchmischtem Wohnraum auf dem Lindenareal vis-à-vis der Schulanlage Hub. Nachdem das Steckborner Stimmvolk im Juni 2016 mit über 60 Prozent dem Baurechtsvertrag zustimmte, lehnte es vor rund zwei Monaten ein städtisches Darlehen in Höhe von zehn Millionen Franken ab.

Der Schock bei der Woba und ihrem Präsidenten Gregor Rominger war gross, denn das Eigenkapital reichte bei weitem nicht. Der Stadtrat musste gar kritische Meinungen in Leserbriefen der lokalen Presse relativieren, wonach die Woba finanziell ruiniert sei. Jetzt teilt die Woba mit: Das Kapital ist gesichert, und zwar durch Investoren. «Unterschrieben ist noch nichts, aber wir sind felsenfest davon überzeugt», sagt Rominger. Nach dem Nein des Stimmvolks hätte sich der Vorstand der Woba Linde getroffen und verschiedene alternative Finanzierungsmodelle besprochen. «Wir haben einen Favoriten aus mehreren Möglichkeiten», meint Rominger. Da jedoch noch keine Verträge unterschrieben wurden, könne noch nicht mehr zur Finanzierung gesagt werden. Unabhängig vom ­finanziellen Aspekt reichte die Woba bei der Stadt noch Ende Juli sämtliche Unterlagen für das definitive Baugesuch ein.

Ab heute und bis Mitte September liegt es öffentlich auf. «Wie wir von der Gemeinde erfahren haben, konnte mit den Einsprechern eine einvernehm­liche Lösung gefunden werden, welche letztlich zum Rückzug der Einsprachen geführt hat», sagt Rominger. Die Gemeinde hat den Gestaltungsplan dem Departement für Bau und Umwelt bereits zur Genehmigung eingereicht. «Aus Sicht der Woba Linde hoffen wir auf eine schnellstmögliche Genehmigung», meint Rominger. Von einer Pro-forma-Sache will er diesbezüglich aber nichts wissen. «Der Kanton hat den Gestaltungsplan zwar schon einmal geprüft. Wenn, dann verlangt er wohl nur noch minimale Korrekturen», meint Rominger.

Abbrucharbeiten vielleicht noch in diesem Jahr

Nebst dem Baugesuch liegt auch ein Gesuch für den Abbruch der bestehenden Liegenschaften öffentlich auf. Eine Sicherheit, dass bei diesen Verfahren keine Einsprachen eingereicht werden, gibt es für die Woba nicht. «Wir sind aber zuversichtlich, dass die Überbauung Linde jetzt auf gutem Weg ist», sagt Rominger.

Dass die Bagger noch heuer auffahren werden, bezeichnet er hingegen als «sehr sportlich». Sollten aber die Auflagen ohne Einsprachen über die Bühne gehen und der Kanton beim Gestaltungsplan rasch grünes Licht geben, könnte der Abriss noch im Dezember beginnen. Rominger betont aber: «Dann muss sicher alles zusammenpassen.»

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