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STECKBORN: Brandlücke: Aufbau in Arbeit

Der Grossbrand hat mehrere denkmalgeschützte Häuser in der national bedeutenden Altstadt zerstört. Der Ersatz soll aus einem Guss sein. 70 Projekte sind für den Architekturwettbewerb eingegeben worden.
Gudrun Enders
Architektin Cornelia Bein sitzt in den Ruinen, die nach dem Grossbrand übrig geblieben sind. (Bild: Reto Martin)

Architektin Cornelia Bein sitzt in den Ruinen, die nach dem Grossbrand übrig geblieben sind. (Bild: Reto Martin)

STECKBORN. Die erste Hürde ist genommen. 70 Projekte für den Architekturwettbewerb liegen im kantonalen Hochbauamt zur Vorprüfung. Und das zehn Monate nach dem verheerenden Grossbrand in der Steckborner Altstadt. «Wir sind sehr sportlich unterwegs», sagt Architektin Cornelia Bein aus Steckborn und windet im gleichen Atemzug dem Hochbauamt ein Kränzchen, das sich der Administration des Wettbewerbs angenommen hat. In Frauenfeld wird nun vorab geprüft, inwieweit die 70 Projekte die Vorgaben erfüllen. Ab November tagt die Jury in Steckborn. Das Siegerprojekt wird am 21. Dezember vorgestellt, genau ein Jahr nach dem Altstadtbrand.

Ein super Profi vertritt die Opfer

Cornelia Bein vertritt die Betroffenen, die ihre Häuser und ihr Hab und Gut verloren haben. Zu den Opfern gehört Drogist Matthias Brunnschweiler. Er ist sehr gespannt auf die Projekte und will zur Jurierung gehen, wann immer er kann: «Ich habe mir vorgenommen, die äussere Form zu akzeptieren.» Brunnschweiler will sein abgebranntes Haus vor allem im Inneren nach seinen Wünschen gestalten. Aber der Zeitplan drückt. Je nachdem wie lange sich die Verhandlungen für das Bauprojekts hinziehen, wird es mit den Versicherungen schwierig. «Die Gebäudeversicherung akzeptiert eine Verlängerung auf drei Jahre», sagt Brunnschweiler. Doch der Mietzinsausfall werde nur für zwei Jahre gedeckt. Dennoch zeigt sich Brunnschweiler grundsätzlich zufrieden – «vor allem mit unserer Vertreterin Cornelia Bein». Sie habe sich bei den Verträgen im Vorfeld des Wettbewerbs sehr für die Rechte der Opfer eingesetzt. Architektin Bein hat selbst schon Wettbewerbe gewonnen und zum Beispiel ein Sportzentrum mit Schwimmbad in Madrid verwirklicht. Sie hat auch schon als Mitarbeiterin des St. Galler Hochbauamtes selbst Wettbewerbe organisiert.

Auch unbekannte Büros können gewinnen

Zurück zum aktuellen Wettbewerb: Die Daten der Verfasser bleiben bis zur Prämierung geheim. Bein weiss warum: «Nur so haben junge oder unbekannte Büros eine reelle Chance.»

Die Aufgabe ist anspruchsvoll, geht es doch darum, zeitgemässes Bauen in einen historischen Kontext einzubinden. Entsprechend hochkarätig ist die Fachjury: Renommiert und bestens bekannt sind Thomas Hasler aus Frauenfeld, Werner Binotto sowie Sabine Hutter aus St. Gallen. Zudem sitzt Bernhard Furrer in der Jury, der dafür verantwortlich war, dass die Altstadt von Bern ins Weltkulturerbe aufgenommen wurde.

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