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STECKBORN: Am Ende die Uraufführung

Das Herbstkonzert der Brass-Band Musikgesellschaft Hörhausen am Sonntag stand unter einem klassischen Stern. Der bekannte Pianist Benjamin Engeli tat mit. Und eine Überraschung war arrangiert.
Judith Meyer
Benjamin Engeli am Flügel, im Hintergrund Musikerinnen und Musiker der Brass-Band Musikgesellschaft Hörhausen. (Bild: Judith Meyer)

Benjamin Engeli am Flügel, im Hintergrund Musikerinnen und Musiker der Brass-Band Musikgesellschaft Hörhausen. (Bild: Judith Meyer)

Judith Meyer

unterseerhein@thurgauerzeitung.ch

Er war der Star des Abends: Benjamin Engeli, erstklassiger Klaviersolist. Und die Besucher des diesjährigen Herbstkonzerts der Brass-Band Musikgesellschaft Hörhausen warteten am Sonntagabend gespannt auf ihn in der reformierten Kirche Steckborn.

Das Konzert stand ganz unter dem Motto «Klassik». Den Anfang machte Richard Wagners Lohengrin. Die Brass-Band wagte sich an das Vorspiel zum 3. Akt. Der Einstieg war fulminant, die Spielweise der Bläser akkurat und dennoch gefühlvoll, sanft im Detail. Roger Wellauer dirigierte die Musiker auf hohem Niveau. Die Kirche war bis auf wenige Plätze gut gefüllt mit einem altersdurchmischten Publikum: vom Baby bis hin zum Pensionär.

Von Wagner bis Schostakowitsch

Die kräftige Akustik der Kirche unterstützte das Wagnerstück aufs Feinste. Dann folgte von Dimitri Schostakowitsch das Klavierkonzert Nummer 2 in F-Dur, op. 102, das dieser seinem Sohn Maxim gewidmet hatte. Es sollte die Sturm- und Drangzeit der Jugend widerspiegeln, aber auch das sorgenfreie Ausruhen und Entspannen, das der Jugend privilegiert zusteht. Dieser zweite Satz war lyrisch und romantisch zugleich. Nun trat Benjamin Engeli ans Klavier. Der Thurgauer Musiker hat bereits weit über die Landesgrenzen einen Namen und spielt in renommierten Häusern wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Wigmore Hall London oder dem Tonhalle Orchester Zürich. Engeli entlockte zusammen mit der Brass-Band dem Stück genau den Liebreiz und die Dynamik der Jugend.

Mit Gershwins «Rhapsody in Blue» kam zu Engeli und der Brass-Band Hörhausen noch ein weiterer Künstler dazu. Matthias Gubler spielte den berühmten Part der Klarinette. Dem weltberühmten Stück entlockten die Musiker jazzige, fröhliche und dynamische Töne. Am Ende des Konzerts bezeugte das begeisterte Publikum den Künstlern mit stehenden Ovationen Respekt für deren Arbeit. Engeli gewährte eine Zugabe mit Gershwins «Embraceable You». Alle hörten gebannt den sanften Klängen zu, und Engeli zeigte am Klavier noch einmal sein Können in voller Grösse. Mit dem Applaus bedankten sich Wellauer, die Brass-Band, Engeli und Gubler beim Publikum für die Begeisterung.

Und dann folgte zum Schluss noch eine Überraschung: Wellauer sagte eine Uraufführung an. Fabian Künzli, ein junger Thurgauer Künstler, arrangierte zusammen mit Wellauer eine Fassung für Brass-Band und Klavier des Klassikers «I got Rhythm» von Gershwin. Das Arrangement war gelungen, denn es vereinte jazzige Rhythmen mit sanft-romantischen Stellen und erinnerte zeitweilig an die Filmmusik von James Bond. Der Applaus nach dieser musikalischen Überraschung hielt denn auch lange an in der Kirche.

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