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Starke Thurgauer Männer braucht dieser Sport

LENGWIL. Der Feuerwehrverein Lengwil organisierte am Wochenende mit verschiedenen Aktivitäten und abwechslungsreichem Programm sein Schluchfest. Dabei führten sie am Samstag zum ersten Mal einen Wettbewerb im Hydranten-Hoch-Weitwurf durch.
Daniela Ebinger
Nationalrat Markus Hausammann bei seinem kräftigen Einsatz in der Disziplin Hydranten-Hoch-Weitwurf. (Bild: Daniela Ebinger)

Nationalrat Markus Hausammann bei seinem kräftigen Einsatz in der Disziplin Hydranten-Hoch-Weitwurf. (Bild: Daniela Ebinger)

Hochstemmen, losrennen und den gelben, 20 Kilogramm schweren Hydranten mit viel Schwung über die 1,50 Meter hoch aufgetürmte Strohballenmauer so weit wie möglich werfen. Der Feuerwehrverein Lengwil führte den Wettbewerb Hydranten-Hoch-Weitwurf an seinem traditionellen Schluchfest zum ersten Mal durch. OK-Präsident Christoph Zürcher arbeitete dafür ein Reglement im Cup/K.-o.-System aus: Es treten zwei gegeneinander an. Der Gewinner kommt eine Runde weiter.

Zürcher ist mit den zweitägigen Festlichkeiten und den verschiedenen Aktivitäten mehr als zufrieden, obwohl seine deutschen Gäste des Technischen Hilfswerks Konstanz sowie der Feuerwehr Kreuzlingen kurzerhand zum Einsatz gerufen wurden, um den Brand des Schwaketenbades zu löschen (siehe Bericht Schauplatz Ostschweiz Seite 40). «Wir haben uns für 2017 bereits schon wieder verabredet und hoffen, dann das Fest gemeinsam geniessen zu können.» Am Hydranten-Hoch-Weitwurf beteiligte sich unter den 16 Teilnehmern auch Thurgauer Prominenz aus der Politik. «Das ganze Fest ist eine tolle Sache», sagt Markus Hausammann nach seinem Einsatz. Er hat sich, wie einige andere auch, spontan zur Teilnahme entschieden. Für ihn leistet die Feuerwehr auch in der Jugendarbeit einen tollen Einsatz. «Es freut mich, zu sehen, wie viele Jugendliche für diese ehrenamtliche Tätigkeit motiviert werden können», sagt der Nationalrat.

Als Gewinner des Hydranten-Hoch-Weitwurfs konnte Ramon Wirth ein portables Solarladegerät mit nach Hause nehmen. Der junge Mann aus Siegershausen warf das unhandliche gelbe Metallteil 4,24 Meter weit in die mit Sand gefüllte blaue Transportmulde. «Damit habe ich nicht gerechnet, denn ich wollte eigentlich vielmehr als Zuschauer die Teilnehmer anfeuern als mitmachen.» Die Wurftechnik vergleicht er mit Medizinballstossen. Das kennt er vom Turnverein. Es habe ihm Spass gemacht. «Wenn ich irgendwo mitmache, gebe ich immer vollen Einsatz», sagt Wirth und meint, diese Einstellung brauche ein Turner. Bereits beim Zuschauen kam Stephan Soller ins Schwitzen. «Zu viel Sport bei diesen Temperaturen ist nicht gesund.» Auch als Zuschauer dabei: Alpenland-Sepp Silberberger. Er findet den Wettbewerb eine tolle Sache. «Das Mitmachen überlasse ich aber den starken Männern.»

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