STAMMHEIM: Einheitsgemeinde Stammertal

Die Stimmberechtigten sagen klar Ja zu einer Fusion der Gemeinden Ober- und Unterstammheim sowie Waltalingen.

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Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren haben die Stimmbürger in den drei Talgemeinden Ober- und Unterstammheim sowie Waltalingen den Behörden den Auftrag erteilt, eine Fusionsvorlage vorzubereiten. Jetzt sind die Würfel für diese Vorlage an der Urne gefallen.

Von 2008 Stimmberechtigten in allen drei politischen Gemeinden machten 77 Prozent von ihrem Recht Gebrauch und stimmten mit 968 zu 563 Stimmen der Fusion zu, was einem Ja-Anteil von 63,2 Prozent entspricht. Am deutlichsten fiel der Entscheid für die Fusion in Waltalingen mit 77,7 Prozent aus. In Oberstammheim legten 59 und in Unterstammheim 57 Prozent ein Ja ein.

Behördenmitglieder bleiben länger im Amt

Mit dem zusätzlichen Ja zur Integration der Schulgemeinde werden somit die vier Gemeinden zu der Einheitsgemeinde Stammheim zusammengeführt, die ab dem 1. Januar 2019 aktiv sein wird. Die neuen Behörden werden aber erst im September 2018 gewählt. Damit bleiben die bisherigen Behördenmitglieder bis zum Start der neuen Einheitsgemeinde ein halbes Jahr länger im Amt. «Ab heute gilt, nach dem Abstimmungskampf für alle Einwohner im Tal: Wer seinen Nachbarn verurteilt, der kann irren. Wer ihm verzeiht, der irrt nie», hielt der Oberstammheimer Gemeindepräsident Martin Farner bezüglich dem durchaus sehr emotional geführten Abstimmungskampf fest. In den nächsten ­15 Monaten wartet viel Arbeit auf die Behörden sowie Verwaltungen. Zugleich ist ab dem Abstimmungstag der im Vorfeld erarbeitete Vertrag gültig.

Froh über den deutlichen Entscheid zeigte sich der Unterstammheimer Gemeindepräsident Werner Haltner. «Wir stehen mit viel Respekt vor den nun anstehenden Arbeiten, um das grosse Projekt Stammheim weiterzuentwickeln und in die ­Zukunft zu führen», sagte der ­Waltalinger Gemeindepräsident Martin Zuber vor den Medien. Bereits am 26. Oktober wird eine erste Informationsveranstaltung zur neuen Gemeindeordnung stattfinden, über welche am 4. März 2018 an der Urne befunden wird. Priorität hat aber vorerst die Zusammenführung der Gemeindeverwaltungen an ihren neuen Standort in Unterstammheim.

Roland Müller

frauenfeld@thurgauerzeitung.ch