Ständerat: Schütz kritisiert Vorgehen

Als Spitzenkandidat trat FDP-Kantonsrat Peter Schütz für die FDP zu den Nationalratswahlen an. Mit über 12 000 Stimmen lag der Präsident des Thurgauer Gewerbeverbandes am 23. Oktober über 3000 Stimmen vor dem Zweitplazierten, FDP-Kantonsrat Max Vögeli.

Drucken

Als Spitzenkandidat trat FDP-Kantonsrat Peter Schütz für die FDP zu den Nationalratswahlen an. Mit über 12 000 Stimmen lag der Präsident des Thurgauer Gewerbeverbandes am 23. Oktober über 3000 Stimmen vor dem Zweitplazierten, FDP-Kantonsrat Max Vögeli. Dieser rangierte bei den Ständeratswahlen auf dem dritten Platz, aber deutlich hinter der zweitplazierten CVP-Kandidatin Brigitte Häberli. Noch am Wahltag gab es Stimmen in SVP und FDP, die einen Wechsel des FDP-Ständeratskandidaten von Vögeli zu Schütz forderten. Nur so könne die FDP ihre Aussichten wahren.

Schütz kritisiert, dass die Spitze der FDP Thurgau bereits am Wahlsonntag an Vögeli festhielt und das Auswechseln des Ständeratskandidaten nicht diskutierte. «Diesen wichtigen Entscheid hätten die FDP-Gremien beraten müssen.» Stattdessen habe die Parteileitung vorschnell ihre Unterstützung für Vögeli deklariert. Schütz räumt ein, dass ein Auswechseln des Kandidaten heikel gewesen wäre und Vögeli öffentlich desavouiert hätte. «Er selber hätte sich eine Kandidatur für den zweiten Wahlgang gut überlegt. Vor dem 23. Oktober habe er sich aber klar nur für eine Nationalratskandidatur entschieden.

Soll die FDP bei den Grossratswahlen in den fünf Bezirken Listenverbindungen mit der SVP anstreben? Schütz rät zu einer gründlichen Analyse. Die FDP werde aber alles daransetzen müssen, um Sitzverluste zu verhindern. Listenverbindungen mit anderen bürgerlichen Parteien seien da zwingend. (hal)