Ständerat: Grüne wollen doch antreten

Das Kandidatenfeld wird nochmals breiter: Sofern die Mitglieder zustimmen, wollen nun auch die Grünen einen Kandidaten ins Rennen für den Ständerat schicken.

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Frauenfeld. Zuerst hatten die Grünen gezögert. Nachdem die SP kundgetan hatte, dass sie mit ihrer Nationalrätin Edith Graf-Litscher zu den Ständeratswahlen antreten will, rückte GP-Kantonalpräsident Urs Oberholzer tendenziell von einer Ständeratskandidatur ab. Womöglich sei es sinnvoller, auf eine grüne Kandidatur zu verzichten, um die Wahlchancen von Graf-Litscher zu verbessern (die TZ berichtete). Denn im bürgerlichen Lager balgen sich mittlerweile mindestens vier Kandidatinnen und Kandidaten um die zwei frei werdenden Ständeratssitze von Hermann Bürgi (SVP) und Philipp Stähelin (CVP).

Namen erst am Donnerstag

Doch nun wollen es die Grünen wissen. Auf der neuen Traktandenliste zur Mitgliederversammlung vom Donnerstag taucht das Traktandum Ständeratswahlen auf. Auf Anfrage bestätigt Oberholzer denn auch, dass sich eine grüne Kandidatur anbahnt. Namen will er nicht preisgeben, da dies mit der Person so vereinbart sei. Für die Parteileitung sei die Kandidatur aber klar. «Jetzt müssen die Mitglieder diskutieren und entscheiden.» Als Kandidatinnen kommen Grüne in- und ausserhalb der Fraktion in Frage, etwa Kantonsrätin Silvia Schwyter.

Eigenes Profil

Das Risiko der Stimmen-Aufsplitterung bestehe tatsächlich, räumt Oberholzer ein. «Jede Partei muss aber ihr eigenes Profil zeigen können, unabhängig von den anderen Kandidaturen.» Wählerinnen und Wähler, die den links-grünen Thurgau im Ständerat wollten, könnten die grüne Kandidatur und Edith Graf-Litscher wählen. Neben den Grünen und Graf-Litscher treten Brigitte Häberli für die CVP, Max Vögeli für die FDP, Daniel Wittwer für die EDU und Roland Eberle oder Urs Schneider für die SVP an. (hal)

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