Stadtrat will nicht auf Power-to-Gas setzen

FRAUENFELD. In ihrer Interpellation «Solarstrom für die Erzeugung von Wasserstoff und Methangas» forderten die Gemeinderäte Stefan Geiges (CVP) und Michael Hefti (EVP) den Stadtrat auf, die Power-to-Gas-Technologie zu prüfen.

Markus Zahnd
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FRAUENFELD. In ihrer Interpellation «Solarstrom für die Erzeugung von Wasserstoff und Methangas» forderten die Gemeinderäte Stefan Geiges (CVP) und Michael Hefti (EVP) den Stadtrat auf, die Power-to-Gas-Technologie zu prüfen. Weiter verlangten sie, dass der Stadtrat dem Parlament eine Strategie für konkrete Umsetzungsmöglichkeiten vorlegt. In seiner Beantwortung schreibt der Stadtrat, «dass es mittel- bis langfristig wesentlich effizientere und damit kostengünstigere Möglichkeiten gibt, die Energieversorgung auf dem Gemeindegebiet aufgrund eines erhöhten Anteils erneuerbarer Energie zu flexibilisieren».

Wasserstoff wird zu Methangas

Power-to-Gas meint die Erzeugung von Wasserstoff aus Strom, in diesem Fall Solarstrom. Dies erfolgt über den chemischen Prozess der Wasserelektrolyse. In einem zweiten Schritt kann der Wasserstoff in synthetisches Methangas umgewandelt werden. Wie der Stadtrat schreibt, ist aber der Wirkungsgrad wegen der aufwendigen Umwandlung des Stroms mit 50 bis 65 Prozent eher niedrig. Als Vergleich zieht er die Energiespeicherung bei modernen Pumpspeicherkraftwerken heran, dort beträgt der Wirkungsgrad 75 bis 80 Prozent.

130 Anlagen seit 1988

Power-to-Gas sei ein saisonaler Langfristspeicher. Daher sei diese Technik erst dann sinnvoll, wenn der Anteil von Solar- und Windstrom am Strommix 60 bis 80 Prozent erreiche. In Frauenfeld wurden seit 1988 zwar 130 Photovoltaikanlagen gebaut, der Solarstrom macht dennoch lediglich 1,8 Prozent aus.