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STACHEN: Kadaver von Rindern, Katzen, Hunden und Schweinen in Gülleloch entsorgt

Beim Abbruch einer alten landwirtschaftlichen Liegenschaft in Stachen bei Arbon haben Mitarbeiter einer Abbruchfirma in einer Jauchegrube diverse Tierknochen gefunden. Das Veterinäramt des Kantons Thurgau wird Strafanzeige gegen unbekannt einreichen.
Während des Abbruchs einer landwirtschaftlichen Liegenschaft entdeckten Bauarbeiter in einer versteckten Jauchegrube Tierknochen. (Bild: pd)

Während des Abbruchs einer landwirtschaftlichen Liegenschaft entdeckten Bauarbeiter in einer versteckten Jauchegrube Tierknochen. (Bild: pd)

Im Rahmen der Bauarbeiten ist einem Baggerfahrer auf dem Gelände eines seit längerem stillgelegten Landwirtschaftsbetriebes in Stachen eine Betonfläche aufgefallen, die beim Befahren nachgegeben hat. Wie es in einer Mitteilung des Thurgauer Veterinäramtes heisst, stiessen die Bauleute beim Entfernen des Betons auf ein Güllenloch. Nachdem bereits vorgängig zwei Jauchegruben auf dem Grundstück ordnungsgemäss ausgepumpt und die Jauche auf umliegende Felder verteilt worden seien, hätten die Bauarbeiter mit der entdeckten Grube ebenso verfahren wollen. Wie das Veterinäramt weiter festhält, hätten sie jedoch Knochen in der Jauche entdeckt, die Arbeiten umgehend gestoppt und das Amt für Umwelt des Kantons Thurgau informiert.

Hauptächlich Rinderknochen

Am Donnerstagmorgen gingen Vertreter des Veterinäramtes und des Amtes für Umwelt auf das Gelände. Sie trennten die Knochen von der Jauche und stellten diese sicher. Bei den entdeckten Knochen handelt es sich gemäss Mitteilung hauptsächlich um Rinderknochen von mindestens 46 Tieren. Ausserdem wurden Knochen von einzelnen Katzen, Hunden, Kaninchen, Schweinen und Geflügel sichergestellt.

Wie lange die Tiere in dieser Jauchegrube lagen, ist noch nicht geklärt. (Bild: pd)

Wie lange die Tiere in dieser Jauchegrube lagen, ist noch nicht geklärt. (Bild: pd)

Wie die Tiere ums Leben gekommen sind und wie lange die Knochen bereits in der versteckten Jauchegrube gelegen haben, sei noch unklar. Einzig eine Ohrmarke sei gefunden worden, die jedoch keine Auskunft über Herkunft oder Identität des Tieres geben könne, da es keine offizielle Marke sei. Auch die Jauche sei für die Untersuchungsbehörden sichergestellt worden und werde nach der Freigabe fachgerecht entsorgt.

Wie das Veterinäramt weiter mitteilt, ist in der Schweiz das Entsorgen von Tieren in Jauchegruben nicht erlaubt. Tote Tiere müssen in regionalen Tierkörpersammelstellen entsorgt werden. Das Veterinäramt des Kantons Thurgau wird in den kommenden Tagen Strafanzeige gegen unbekannt einreichen wegen illegaler Entsorgung von Tierkadavern. (pd/red.)

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