Staatspersonal geht auf die Strasse

ST. GALLEN. Die St. Galler Staatsangestellten werden nächstes Jahr weniger Geld auf ihrem Lohnkonto haben. Ihr Lohn wird um 1,5 Prozent gekürzt – befristet auf ein Jahr. So sieht es die St. Galler Regierung vor.

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ST. GALLEN. Die St. Galler Staatsangestellten werden nächstes Jahr weniger Geld auf ihrem Lohnkonto haben. Ihr Lohn wird um 1,5 Prozent gekürzt – befristet auf ein Jahr. So sieht es die St. Galler Regierung vor.

Schreiben an Politiker

Die Regierung hatte die Massnahme Anfang Juli bekanntgegeben – und dafür Kritik von links bis rechts kassiert. Personal- und Berufsverbände kündigten bereits damals Aktionen an. Nun steht fest: Die St. Galler Berufsverbände planen für Mitte November eine Kundgebung in St. Gallen. Einzelne Verbände sind bereits anderweitig aktiv geworden. So hat der Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner sämtliche Kantonsrätinnen und Kantonsräte angeschrieben. Der Vorschlag der Regierung sei «unhaltbar», heisst im Schreiben. Und weiter: «Gerade im Gesundheitswesen besteht ein Mangel an Fachpersonen. Solche Entscheide wirken sich ungünstig auf die Rekrutierung von Personal aus.»

Auf Entlassungen verzichten

Die Regierung sehe keine andern Weg, die neuen Sparaufträge des Kantonsparlaments zu erfüllen und gleichzeitig ihrem Credo, dem Verzicht auf Entlassungen, treu zu bleiben, begründet sie die Massnahme. So verzichtet die Regierung auf 30 neue Stellen, die sie vorgesehen hatte.

Ob das Staatspersonal nächstes Jahre tatsächlich schmaler durch muss, entscheidet sich im November; dann debattiert das Kantonsparlament den Voranschlag 2013. (rw)