Staatsangestellte statt Soldaten

FRAUENFELD. Die Gemeinderäte Stefan Geiges, Andreas Elliker und Susanna Dreyer können sich die Frauenfelder Stadtkaserne gut als Verwaltungsgebäude vorstellen. Vom Stadtrat wollen sie wissen, wie er das sieht.

Stefan Hilzinger
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Die Stadtkaserne aus der Luft. In einigen Jahren zieht die Armee aus. (Archivbild: Nana do Carmo)

Die Stadtkaserne aus der Luft. In einigen Jahren zieht die Armee aus. (Archivbild: Nana do Carmo)

Wo jetzt noch Rekruten schlafen, sollen in Zukunft kantonale und städtische Angestellte arbeiten. Diese Idee bringen die Frauenfelder Gemeinderäte Stefan Geiges (CVP) und Andreas Elliker (SVP) sowie Gemeinderätin Susanna Dreyer (CVP) zur künftigen Nutzung der Frauenfelder Stadtkaserne ins Spiel. Sie und 16 Mitunterzeichner haben eine entsprechende Interpellation beim Stadtrat eingereicht.

Den Kanton ins Boot holen

Die Interpellanten wollen vom Frauenfelder Stadtrat primär wissen, ob er ihre Meinung teilt, wonach «die Stadtkaserne als Verwaltungsbau optimal geeignet ist». Sie denken dabei sowohl an die Stadt- als auch an die Kantonsverwaltung. Ferner wollen Geiges, Elliker und Dreyer in Erfahrung bringen, ob der Stadtrat bereit ist, für die weitere Nutzung der Stadtkaserne das Gespräch mit dem Kanton zu suchen und allenfalls den bereits vorgesehenen Gestaltungswettbewerb so lange zu sistieren, «bis das Ergebnis der Gespräche mit dem Kanton vorliegt». Frauenfeld sei ein moderner Verwaltungsstandort, der die kantonale Verwaltung, Teile der Militärverwaltung, das Obergericht, einen Kantonsspital und kantonale Bildungseinrichtungen beherberge. «Daher sollte der freiwerdende Raum mit den naheliegenden Partnern wie Kanton, Gerichten et cetera diskutiert werden.»

Der Kanton plant ohnehin

Für die Interpellanten sprechen mehrere Gründe für die Umnutzung der Kaserne zu einem Verwaltungsgebäude: Ein Umbau der Kaserne werde kostspielig, daher seien langjährige, und zahlungsfähige Mieter notwendig. Dies könne nur eine Verwaltung garantieren. Weil der Kanton derzeit ein neues Verwaltungsgebäude für 170 bis 190 Mitarbeiter plane, müsse rasch gehandelt werden, wenn dafür die Stadtkaserne in Erwägung gezogen werde. Zwar sei auch eine kulturelle Nutzung der Kaserne nicht auszuschliessen. «Wir geben aber zu bedenken, dass der öffentlichen Hand dafür die Mittel fehlen.» Jedenfalls dürfe die Liegenschaft nicht zum Spekulationsobjekt werden.

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