ST. KATHARINENTAL: 24 Traktoren, ein Ziel

Diessenhofen war vergangene Woche Gastgeber für die Europameisterschaft und die Schweizer Meisterschaft im Pflügen. Wegen drohenden Regens wurde dieses Jahr auf dem Grasland begonnen.

Dieter Ritter
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Das Wettpflügen, hier in der Kategorie Stoppelfeld, fordert viel Konzentration. (Bilder: Reto Martin)

Das Wettpflügen, hier in der Kategorie Stoppelfeld, fordert viel Konzentration. (Bilder: Reto Martin)

Dieter Ritter

unterseerhein

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thurgauerzeitung.ch

Am Samstagmorgen eröffnete eine Traktorenparade die Europameisterschaft. 24 Teams aus 12 Ländern fuhren auf die Felder der Domäne St. Katharinental westlich von Diessenhofen, wo das Wettpflügen ausgetragen wurde. Peter Ulrich, Europameister 2006, und Beat Sprenger, Vizeweltmeister 2014, vertraten die Schweiz. Bei der Eröffnungszeremonie begrüssten Prominente aus Politik und Verbänden die Gäste. «Ihr seid Vorbilder für ­einen verantwortungsvollen Umgang mit der Erde», lobte Nationalrat Hansjörg Walter die Teilnehmer. Er ist OK-Präsident. Markus Birk, Stadtpräsident von Diessenhofen, betonte die Vorzüge der Region und dankte dem OK-Team. Walter Schönholzer, Thurgauer Regierungsrat, bezeichnete es als grosse Ehre, die besten Pflüger Europas in seinem Kanton empfangen zu dürfen. Das Alphorntrio Stammertal umrahmte die feierliche Eröffnung.

Wettkampfstart um 11 Uhr

Für den Wettkampf stellten sich alle 24 Traktoren unter ihrer Landesflagge in einer Reihe auf. Während der Vorbereitung entlud sich ein heftiger Gewitterregen, er hörte aber pünktlich zum Start wieder auf. «Normalerweise starten wir auf dem Stoppelfeld. Wegen drohenden Regens begannen wir dieses Jahr auf dem Grasland», erklärte der Holländer Mark Bakker, Generalsekretär der Europäischen Pflüger-Federation. Chef der Kampfrichter war Willi Zollinger, Präsident der Schweizerischen Pflügervereinigung, die Gastgeber der Meisterschaften war.

Die Zeit für den ersten Durchgang war auf zwanzig Minuten beschränkt. Es war genug Zeit, um im knappen Schritttempo die Spaltfurche zu graben. Ab Mittag mussten die Feldabschnitte in maximal 2 Stunden und 40 Minuten fertig gepflügt werden. Am Sonntag wiederholten sich die Durchgänge, diesmal auf dem Stoppelfeld. Bis auf drei Teilnehmer fuhren alle mit einem Kverneland-Pflug. Er ist nach einem Norweger benannt, der vor neunzig Jahren den Traktorpflug erfand.

EM Pflügen (Bild: Reto Martin)
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EM Pflügen (Bild: Reto Martin)

EM Pflügen (Bild: Reto Martin)

Das Wettpflügen begann am Donnerstag mit der Schweizer Meisterschaft. Den Siegerpokal durfte Marco Angst aus Wil in Empfang nehmen. Er verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr. Zweiter wurde Beat Sprenger. Die Ränge drei und vier erreichten Peter Ulrich und Toni Stadelmann.

Die Festwirtschaft im Zelt mit 600 Plätzen bot an allen drei Wettkampftagen Grilladen, Teigwaren mit Gehacktem und Salat an. Mit bodenständiger Musik unterhielten der Jodlerclub Edelwyss und der Musikverein Schlattingen die Gäste. Das Kinderparadies mit Hüpfburg und einem riesigen Sandkasten wurde rege genutzt. Zwanzig Firmen und Institutionen zeigten eine Leistungsschau. An Informationsständen und bei Vorführungen erfuhr das Publikum Interessantes rund um die Landwirtschaft.