St. Galler Lehrer nicht entlastet

ST. GALLEN. Die Lehrpersonen der Volksschule im Kanton St. Gallen kommen doch nicht in den Genuss einer Pensenreduktion: Der Kantonsrat trat gestern gar nicht auf eine Zusatzvorlage der Regierung und auf Vorschläge der vorberatenden Kommission ein.

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ST. GALLEN. Die Lehrpersonen der Volksschule im Kanton St. Gallen kommen doch nicht in den Genuss einer Pensenreduktion: Der Kantonsrat trat gestern gar nicht auf eine Zusatzvorlage der Regierung und auf Vorschläge der vorberatenden Kommission ein.

Nach Verhandlungen zwischen den Lehrerverbänden, den Schulen und dem Bildungsdepartement sollten nicht nur Lehrer mit einem vollen Pensum, sondern auch Teilzeitlehrkräfte mit einem Pensum von mindestens 50 Prozent entlastet werden. Die Regierung legte dem Parlament gestern eine entsprechende Zusatzbotschaft vor.

Die vorberatende Kommission hatte den Vorschlag dahingehend korrigiert, dass die Pensen linear und nicht mit ganzen oder halben Lektionen gekürzt werden sollten und das Ganze kostenneutral sein müsse. Die Regierung wehrte sich nicht dagegen. Ein Vollzeitpensum sollte nur noch 27 statt 28 Lektionen umfassen.

Den Fraktionen von SVP, FDP und CVP-EVP waren beide Varianten nicht gut genug; sie beantragten die entsprechenden Artikel aus der Vorlage zu streichen. Doch so weit kam es nicht. Der Rat trat mit 57 gegen 53 Stimmen gar nicht auf die Zusatzvorlage ein.

Ja sagte das Parlament hingegen zu längeren Weihnachtsferien und zu höheren Einstiegslöhnen junger Lehrkräfte, sofern dies erforderlich sei. Diese Teile der Vorlage werden heute in zweiter Lesung behandelt. (sda/red.)