St. Gallen setzt auf Spezialitäten- Modell

«Die Zusammenschlüsse der Spitalstandorte zu Spitalunternehmen und namentlich die Netzwerke sichern die Mindestfallzahlen und senken die Kosten», sagt die St. Galler Gesundheitschefin Heidi Hanselmann. «Synergien statt Konkurrenz» heisse das Motto der Netzwerkstrategie Quadriga II Plus.

Drucken
Teilen

«Die Zusammenschlüsse der Spitalstandorte zu Spitalunternehmen und namentlich die Netzwerke sichern die Mindestfallzahlen und senken die Kosten», sagt die St. Galler Gesundheitschefin Heidi Hanselmann. «Synergien statt Konkurrenz» heisse das Motto der Netzwerkstrategie Quadriga II Plus. Diese setzt auf dezentrale Spitalstandorte und dezentral erbrachte, aufeinander abgestimmte Spezialitäten. «Damit werden Doppelspurigkeiten vermieden», sagt Hanselmann.

Diese Strategie habe sich bewährt – «das belegen die tiefen Basistarife (die mit den Versicherungen ausgehandelten Grundbeträge, welche die Spitäler für ihre Leistungen pro Fall erhalten) und die hohe Bettenauslastung von 90 Prozent in den St. Galler Spitälern. Gemäss Hanselmann ist die «wohnortnahe Grundversorgung» durch regionale Spitalstandorte günstiger als jene in einem Zentrumsspital, deren Basistarif höher ist.

Dieses Spezialitätenmodell ist im Kanton St. Gallen verbreiteter als man gemeinhin weiss. Aktuell arbeiten das Kantonsspital St. Gallen, das Ostschweizer Kinderspital und die drei regionalen Spitalunternehmen in rund 20 Netzwerken zusammen. Ein Beispiel ist etwa das Netzwerk, das die onkologische Betreuung von Patienten an den Regionalspitälern durch Spezialisten am Kantonsspital sicherstellt. Gemeinsam zertifiziert ist das Brustzentrum an den Standorten St. Gallen und Grabs. In Grabs und Wattwil wird im Bereich der spezialisierten Viszeralchirurgie (operative Behandlung der Bauch-Organe) zusammengearbeitet. Grabs und Walenstadt sind Teil des Netzwerkes Endokrinologie (Hormonbehandlung)/Diabetologie, in das auch der Spitalverbund Ausserrhoden eingebunden ist. Das Netzwerk Schlaganfallbehandlung am Kantonsspital und den Regionalspitälern Grabs und Linth steht allen St. Gallern und St. Gallerinnen zur Verfügung. (cz)

Aktuelle Nachrichten