St. Gallen kassiert bei Ledigen viel

Wer im Kanton St. Gallen wenig oder sehr viel verdient, zahlt vergleichsweise tiefe Einkommenssteuern. Genau umgekehrt ist es für Steuerzahler mit mittleren Einkommen. Beim Vergleich der Unternehmenssteuern liegt St. Gallen im Mittelfeld.

Merken
Drucken
Teilen

Wer im Kanton St. Gallen wenig oder sehr viel verdient, zahlt vergleichsweise tiefe Einkommenssteuern. Genau umgekehrt ist es für Steuerzahler mit mittleren Einkommen. Beim Vergleich der Unternehmenssteuern liegt St. Gallen im Mittelfeld. Zu diesem Ergebnis kam das Institut für Finanzwissenschaft und Finanzrecht der Universität St. Gallen (HSG) im Steuermonitoring 2015 für den Kanton.

Die Standortattraktivität von St. Gallen aus steuerlicher Sicht sei «unverändert unter Druck», heisst es in einer Mitteilung des Kantons vom Freitag. Bei den Einkommenssteuern am besten klassiert ist St. Gallen für Verheiratete mit Kindern. Vergleichsweise unattraktiv ist der Kanton für ledige Steuerpflichtige.

Die Vermögenssteuern liegen zumeist über dem Schweizer Durchschnitt. Im Vergleich mit den Nachbarkantonen belege St. Gallen grösstenteils den letzten Rang, heisst es. Besser steht der Kanton bei den Unternehmenssteuern da: Im Vergleich zu den übrigen Kantonen liegt St. Gallen hier im Mittelfeld. International sei der Kanton als Unternehmensstandort weiterhin attraktiv, heisst es. Die Schweizer Kantone schnitten insgesamt im internationalen Steuerwettbewerb gut ab.

Die St. Galler Regierung hatte sich zum Ziel gesetzt, dass die Steuern der natürlichen Personen nicht über dem Durchschnitt der Nachbarkantone liegen. Die Gewinne der Firmen sollen zu maximal zehn Prozent besteuert werden. Davon sei der Kanton «weiter entfernt denn je», heisst es im Communiqué weiter. (sda)