Spitzensport und Jöh-Effekt

Zum 17. Mal trafen sich Motocross-Freunde oberhalb von Wängi. 30 Frauen fuhren dort einen Europameisterschaftslauf.

Christoph Heer
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Spektakuläre Sprünge in der Kategorie Lizenzierte. (Bilder: Christoph Heer)

Spektakuläre Sprünge in der Kategorie Lizenzierte. (Bilder: Christoph Heer)

Das 17. Motocross beinhaltete alles, was das Herz eines Motorsportfans begehrt. Allem voran waren es aber die hochstehenden und spannenden Wettläufe an den zwei Renntagen, die für ein zufriedenes Publikum sorgten. Dass das ganze Rundherum wie Festwirtschaft, Streckenbewässerung oder Programmheft tadellos funktionierte, ist der langjährige Gast der Rennen gewohnt. Für das sorgen seit Jahren OK-Chef Armin Sprenger mit seinem Team. Als «familiärer Sportanlass» betitelt er das Motocross, denn es steht kein Verein dahinter, umso erstaunlicher, dass Armin Sprenger Jahr für Jahr ein derart funktionierendes Fest auf die Beine stellt. Zum ersten Mal wurde eine Ehrengasttribüne aufgebaut, von welcher man das Geschehen auf der Rennpiste im besten Überblick hatte.

Zwei Jahre war Pause

In den einzelnen Kategorien wurde um Hundertstelsekunden, Ruhm und Ehre gekämpft; jederzeit aber in absolut fairem Rahmen. Die Ladies indes fuhren ihre drei Rennen am Sonntag im Rahmen der Europameisterschaft. «Nach zwei Jahren Abwesenheit haben wir wieder einen EM-Lauf hier bei uns, das freut uns natürlich sehr. So haben wir 30 der besten europäischen Motocross-Ladies am Start, was eine überaus hohe Anzahl Fahrerinnen darstellt», sagte Armin Sprenger. Schweizerinnen, Deutsche, Holländerinnen, Belgierinnen, Däninnen, allesamt fuhren sie um wichtige EM-Punkte, während die Kleinsten auf ihren 50-Kubikzentimeter-Maschinen für den Jöh-Effekt am Anlass sorgten. Fast jeder der Nachwuchsrennfahrer vermochte nach einem Sturz seine Maschine alleine wieder aufzustellen, und für die anderen standen die Streckenposten oder ein Elternteil bereit.

Die Eggetsbühler Piste wird von vielen Rennfahrern geschätzt. Sie sei schnell, flüssig gesteckt und streng, so wie eine Motocrosspiste halt sein soll, meinten die einheimischen Roman Geering und Michael Sprenger. «Man hat hier gute Möglichkeiten, zu überholen; das ist nicht immer der Fall. Zufrieden bin ich mit meinem ersten Lauf und Platz sieben. Nach zwei Jahren verletzungsbedingter Absenz ist das ein tolles Ergebnis an meinem Heimrennen», freute sich Roman Geering.

Keiner zu klein, ein Motocrosser zu sein. (Bild: Picasa)

Keiner zu klein, ein Motocrosser zu sein. (Bild: Picasa)