Spitex Matzingen schielt für Fusion Richtung Wängi

MATZINGEN. Das vergangene Jahr sei wegen vieler Wechsel im Vorstand und Spitex-Team «sehr anspruchsvoll» gewesen, stellte Matthias Näpflin fest.

Christof Lampart
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MATZINGEN. Das vergangene Jahr sei wegen vieler Wechsel im Vorstand und Spitex-Team «sehr anspruchsvoll» gewesen, stellte Matthias Näpflin fest. Vor 46 Mitgliedern und 15 Gästen zog der Präsident des Spitex-Vereins Matzingen/Stettfurt/Thundorf am Freitagabend im Matzinger Mehrzweckgebäude gleichwohl eine positive Jahresbilanz. Anpassungen wurden an der EDV unternommen, und die Leistungserfassung vor Ort bei Klienten optimiert. Die Mitarbeiterinnen waren 14 291 Stunden im Einsatz, wobei sie 114 Klienten (80 Frauen, 34 Männer) pflegten. Sieben neue Mitarbeiterinnen wurden eingearbeitet.

Nach Norden oder Süden

Bezüglich Zukunft dürfte die angestrebte Fusion des Spitex-Vereins Matzingen/Stettfurt/ Thundorf mit einem der beiden Spitex-Nachbarn in Wängi oder Frauenfeld erfolgen. Näpflin erklärte, dass man mit einem Einzugsgebiet von 5000 Einwohnern einer der kleinsten Spitex-Vereine im Kanton sei. Die Spitex Thurgau erachtete vor einiger Zeit ein Einzugsgebiet von 20 000 bis 30 000 Einwohnern als ideal. Doch Grösse, sagte Näpflin, sei «nicht alles». Denn je grösser das Gebilde sei, desto schwerfälliger werde es auch. Und wer nicht mehr so flexibel agieren könne wie als kleiner Spitex-Verein, der sehe sich schon bald durch private Spitex-Erbringer konkurrenziert. Ausserdem bleibe im kleineren Rahmen jene Nestwärme gewahrt, welche die Spitex Matzingen/Stettfurt/Thundorf stets ausgezeichnet habe.

Kein Stellenabbau geplant

Deshalb favorisiere der Vorstand klar die Ausrichtung nach Wängi. Allerdings sei noch kein Entscheid gefallen. «Die Gemeinden diskutieren gerade die Frage. Wohin wir uns bewegen, steht somit immer noch im Raum», sagte Näpflin. Eine moderate Gebietsvergrösserung bringe administrative Erleichterungen, und es sei einfacher, gutes Personal zu finden. Kein Fusionsargument seien finanzielle Einsparungen, denn die meisten Ausgaben machen Löhne aus. Ein Stellenabbau steht nicht zur Debatte. «Wir brauchen jede, um die anfallende Pflege bewältigen zu können.»