Spielzeugbörse als Dauerbrenner

Vor 25 Jahren fand im Eisenwerk die erste Frauenfelder Spielzeugbörse statt. Damit begann eine Erfolgsstory, die bis heute anhält.

Brenda Zuckschwerdt
Drucken
Gewappnet für den Ansturm: Cyrilla Schnell, Sandra Isenring, Beatrice Schatt, Elisabeth Baumann und Beatrice Sommerer. (Bild: Brenda Zuckschwerdt)

Gewappnet für den Ansturm: Cyrilla Schnell, Sandra Isenring, Beatrice Schatt, Elisabeth Baumann und Beatrice Sommerer. (Bild: Brenda Zuckschwerdt)

FRAUENFELD. Noch herrscht Ruhe und Ordnung in der Festhalle Rüegerholz. Dafür sorgen Absperrgitter und zahlreiche Helfer, die das, was seit Dienstagnachmittag an Spielsachen und Babyausstattung gebracht wird, persönlich entgegennehmen und penibel auflisten.

Am Express-Schalter für alle mit weniger als sieben Sachen ist wenig los. An den anderen Posten dafür umso mehr. Denn die meisten kommen mit vollbeladenen Kinderwagen oder Umhängetaschen, mit Kisten voller Lego und Kinderbücher, mit Laufrädern und Schaukelpferdchen unterm Arm.

Trendiges und Klassiker

Gebracht wird, was gerade Trend ist in Sachen Kinderspielzeug. Aber auch, was in Kinderzimmern nie aus der Mode kommt. Holzspielsachen und Lego zum Beispiel, Briobahnen oder Playmobil.

Diese Sachen seien jeweils am schnellsten verkauft, sagt Cyrilla Schnell, Mitglied im OK-Team. Dauerbrenner seien auch die Schaukelschnecken der Schweizer Firma Wisa Gloria. «Die sind an jeder Börse dabei und echte Dauerbrenner.»

Bis zu 20 000 Artikel werden jeweils an die Spielzeugbörse gebracht, und das längst nicht nur von Frauenfeldern. Die Leute kommen auch aus den Nachbarkantonen, gerade habe jemand aus dem Appenzell Sachen vorbeigebracht. Um hier den Überblick zu behalten, braucht es jede Menge Helfer. Sie zu finden, bereitet dem OK-Team keine Mühe. Die Frauen kommen für einige Stunden oder an allen drei Tagen und dürfen als Dankeschön das, was andere auch gern tun würden: schon vor Verkaufsstart am Mittwochnachmittag den Verkaufstischen entlangschlendern.

Run auf die Tische

Für alle anderen geht es am Mittwochnachmittag los. «Schon ab 13 Uhr stehen die Leute jeweils Schlange», sagt Cyrilla Schnell. Wenn dann um 14 Uhr die Türen geöffnet werden, ist es vorbei mit der Ruhe in der Rüegerholzhalle. «Die Leute rennen regelrecht an die Tische», so Schnell. «Da werden auch mal die Ellbogen ausgefahren.»

Ein Teil des Verkaufspreises geht in die Kasse der Börse. Der Reingewinn der Spielzeugbörse kommt seit jeher sozial benachteiligten Familien in der Umgebung Frauenfeld zugute.

«Das Geld wird jeweils in kleinen Tranchen verteilt», sagt Elisabeth Baumann, die seit der ersten Spielzeugbörse dabei ist. «Damit bezahlen wir beispielsweise Zahnarztrechnungen oder Musikstunden.»

Der Verkauf dauert noch bis heute Donnerstag, 9 bis 14.30 Uhr

Aktuelle Nachrichten