Spenden trotz Krise

Im letzten Jahr beanspruchten 1101 Patienten die Dienste der Krebsliga. Trotz Wirtschaftskrise konnten grosszügige Legate und Spenden verbucht werden.

Mario Tosato
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weinfelden. An der Jahresversammlung der Thurgauischen Krebsliga stellte Präsident Christian Taverna fest: «Für unsere kantonale Krebsliga stehen die Betreuung von krebskranken Menschen und die Begleitung ihrer Angehörigen an erster Stelle.» Die Dienstleistungen der Thurgauischen Krebsliga umfassten den Sozialdienst, die Palliative Care, die Stomaberatung und -pflege, das Krebstelefon und die Brustkrebsfachfrau (Breast Care Nurse).

Alle diese Bereiche agieren je nach individuellem Bedarf in enger Zusammenarbeit mit Akutspitälern, Hausärzten, freiberuflichen Pflegefachfrauen, regionalen Spitex-Organisationen oder Pflegeheimen.

1101 Patienten

Gemäss Taverna wurden im Berichtsjahr 1101 Patienten – davon 327 neue – von der Thurgauischen Krebsliga betreut. Wie in früheren Jahren stehen Brustkrebs-Betroffene mit 417 betreuten Patientinnen zahlenmässig im Vordergrund. Zudem wurden 196 Personen mit Dickdarm- und 52 Personen mit Lungenkrebs betreut.

Im 2009 fanden insgesamt 1537 Patientenbesuche (zum Teil zu Hause) statt. Die elektronischen Kontakte haben von 6927 im Jahr 2008 auf 8577 im vergangenen Jahr zugenommen. Im Berichtsjahr habe die Krebsliga Thurgau krebskranke Menschen und ihre Familien mit 530 000 Franken (inklusive 15 000 Franken für das Ostschweizer Kinderspital St. Gallen) unterstützt. Insgesamt wurden von den Mitarbeitenden 15 179 Arbeitsstunden geleistet. Wie Taverna erklärte, wurde auch die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeitenden gefördert.

Grosszügige Legate

Der Präsident freute sich, dass trotz angespannter wirtschaftlicher Lage grosszügige Legate im Betrag von rund 331 000 Franken und Spenden von rund 395 000 Franken entgegengenommen werden durften. Der Udinese Club Mattwil bedachte die Krebsliga mit 12 025 Franken – dem Erlös des traditionellen Festes zugunsten der Krebsliga. Neu gehört Markus Widmer dem Vorstand an.

Diagnose Krebs

Susanna Schuppisser Fessler, Chefin des kantonalen Gesundheitsamtes, informierte über ihre Aufgaben und «aktuelle Baustellen», namentlich die Revision der Krankenversicherung und der Pflegefinanzierung. So wie die Beratungen in den Kommissionen verlaufen würden, sei der Kanton für eine allfällige Palliativstation (kein Sterbehospiz) und eine mobile Equipe zuständig. Für den wohnortsnahen Bereich seien die Gemeinden verantwortlich.

Charlotte Widler vom Ambulatorium Romanshorn befasste sich unter anderem mit den Aufgaben der Psychoonkologie und den ambulanten Angeboten im Thurgau.