Sparer suchen Sicherheit bei der TKB

Die internationale Finanzkrise beunruhigt auch Thurgauer Bankkunden. Der Kantonalbank wird deshalb mehr Geld anvertraut. Dank der Staatsgarantie sind die Sparguthaben sicher.

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Weinfelden. «In den Beratungsgesprächen mit unseren Kunden spüren wir, dass im Zuge der internationalen Finanzmarktkrise ein Wert wie Sicherheit wieder an Aktualität gewonnen hat», sagt Hanspeter Herger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Thurgauer Kantonalbank (TKB). So flössen der Bank derzeit neue Kundengelder zu. Zwar spüre auch die Kantonalbank die Verunsicherung an den Börsen. Von den direkten Auswirkungen der Krise im amerikanischen Hypothekarmarkt sei die TKB aber nicht betroffen.

TKB solide unterwegs

Laut dem Kantonalbank-Gesetz haftet im Fall einer Zahlungsunfähigkeit der TKB der Kanton mit der Staatsgarantie vollumfänglich für die Verpflichtungen der Bank. Gemäss Geschäftsbericht der Kantonalbank betreut sie rund 7,7 Milliarden Kundengelder. Die TKB sei aber solide unterwegs und verfüge über eine starke Eigenmittelausstattung, sagt Hanspeter Herger. Den Einlagen der Kunden stehen Aktiven von rund 15 Mrd. Franken gegenüber.

Ansehnliche Reserven

«Die TKB kann nicht Konkurs gehen», sagt Peter Pauli, Chef der kantonalen Finanzverwaltung. Die Staatsgarantie würde bereits vorher greifen. Bei einer Zahlungsunfähigkeit würde der Kanton zusammen mit der Bank versuchen, die Verpflichtungen zu erfüllen. Als Beispiel nennt er den Fall der Berner Kantonalbank 1992. Bank und Kanton gründeten zusammen eine Auffanggesellschaft, die die Verluste über zehn Jahre aufarbeitete. Ein ähnlicher Fall sei bei der TKB aber unwahrscheinlich, betont er. Sie sei gut geführt und verfüge über ansehnliche Reserven. (ken)

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