SP Thurgau fast einstimmig gegen zweite Gotthardröhre

WEINFELDEN. Mit 33 Nein bei einer Ja-Stimme und einer Enthaltung sagt die SP Thurgau Nein zur zweiten Gotthardröhre. Judith Pfister, Mitglied des Alpenrates und der Umweltfreisinnigen, plädierte für den Neat-Basistunnel, um den Transit-Schwerverkehr von Grenze zu Grenze zu transportieren.

Mario Tosato
Drucken
Teilen

WEINFELDEN. Mit 33 Nein bei einer Ja-Stimme und einer Enthaltung sagt die SP Thurgau Nein zur zweiten Gotthardröhre. Judith Pfister, Mitglied des Alpenrates und der Umweltfreisinnigen, plädierte für den Neat-Basistunnel, um den Transit-Schwerverkehr von Grenze zu Grenze zu transportieren. «Rollende Landstrasse» (RoLa) für den Schweizer Schwerverkehr Erstfeld–Biasca und der Autoverlad für Personenwagen Göschenen–Airolo genügten. So sei die Verbindung mit dem Tessin garantiert. Es brauche keine Notsanierung mit Totalschliessung während 140 Tagen. Eine Sanierung sei rund 10 Jahre früher beendet und erst noch billiger.

Nicht Neat torpedieren

Bundesrat Ogi habe mit der Neat den Güterverkehr auf die Schiene verlagern wollen. Die Schweizer hätten ihm an der Urne zugestimmt und 1994 und 2004 zwei weitere Male wuchtig Nein gesagt zu einer zweiten Röhre. «Nun, einige Monate bevor dieses Jahrhundertbauwerk eröffnet wird und endlich die Bahnkapazität für die Verlagerung im Überfluss vorhanden ist, dürfen wir die Neat auf keinen Fall mit einer zweiten Strassenröhre torpedieren», sagte Pfister.

Zufrieden mit den Wahlen

Mit dem Resultat der Nationalratswahlen ist Parteipräsidentin Barbara Kern sehr zufrieden. Die SP und die Juso erzielten einen Zuwachs von 5388 Stimmen, was einem Gesamttotal von 57 945 Stimmen entspricht. Die Telefonaktion sei gut angekommen. Auch die Plakate hätten gefallen. Die 13 Anlässe fanden bei den Besuchern einen hohen Beachtungsgrad.

Zu den Regierungsrats- und Bezirksgerichtswahlen im kommenden Jahr sammelt der Parteivorstand zehn Thesen für einen sozialen Thurgau. Im Zentrum stehen sichere Löhne, bezahlbare Wohnungen sowie keine weiteren Sparpakete.

Mit grossem Applaus wurde SP-Regierungsrätin Cornelia Komposch für eine erneute Kandidatur portiert.