SP ist gegen die Schliessung der Schulzahnklinik

FRAUENFELD. «Die Leidtragenden wären einkommensschwache Familien», schreibt die SP Frauenfeld in einer Medienmitteilung. Damit meinen die Sozialdemokraten die Auswirkungen der von der Behörde vorgeschlagenen Schliessung der Schulzahnklinik. Die Stimmbürger entscheiden am 30.

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FRAUENFELD. «Die Leidtragenden wären einkommensschwache Familien», schreibt die SP Frauenfeld in einer Medienmitteilung. Damit meinen die Sozialdemokraten die Auswirkungen der von der Behörde vorgeschlagenen Schliessung der Schulzahnklinik. Die Stimmbürger entscheiden am 30. November über die Vorlage. Die SP äussert sich als erste Frauenfelder Ortspartei zu diesen Plänen, sie ist gegen die Schliessung.

Die im Jahr 1911 gegründete Schulzahnklinik sei eine «wichtige soziale Errungenschaft». Rund 3800 Kinder und Jugendliche würden derzeit in der Schulzahnklinik untersucht, das entspreche 84 Prozent der potenziellen Patienten. «Auch wenn nicht alle Eltern ihr Angebot nutzen, darf die Schulzahnklinik nicht leichtfertig aufgegeben werden», schreibt die SP. Denn die Schulzahnklinik rechne mit einem Spezialtarif ab, der deutlich unter dem üblichen Taxpunktwert liege. Daher bestünde die Gefahr, dass «Eltern aus Kostengründen vermehrt auf notwendige Zahnbehandlungen ihrer Kinder verzichten würden», wenn die Behörde den Dienst auslagere.

Schule strebt nach tiefem Wert

Der Entschluss der Behörde kam zustande, weil der Klinikleiter pensioniert wird. Deshalb wurde die Situation geprüft. Dabei kam man zum Schluss, die Dienste an private Zahnärzte auszulagern. Als Begründung führt die Behörde in der Abstimmungsbotschaft aus, dass Investitionen von 550 000 Franken notwendig würden. Ausserdem nehmen immer weniger Schüler die Dienste der Schulzahnklinik in Anspruch. Weiter sieht es die Behörde nicht als Aufgabe der Schule an, eine Zahnklinik zu betreiben. Die Dienstleistungen für die Früherkennung und Prophylaxe bleiben aber sichergestellt. Die Primarschulgemeinde werde sicher bestrebt sein, den Taxpunktwert möglichst tief zu vereinbaren. (mz)

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