«SP alleine gehen lassen?»

FRAUENFELD. «Der Mut wäre grösser», sagt Jost Rüegg, Vizepräsident der Grünen Thurgau.

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FRAUENFELD. «Der Mut wäre grösser», sagt Jost Rüegg, Vizepräsident der Grünen Thurgau. Wenn die Grünen und die Grünliberalen bei den Kantonsratswahlen in Zürich nicht so viele Wählerstimmen verloren hätten, wäre der Mut zu einer eigenen gemeinsamen Listenverbindung zwischen den beiden Umweltparteien grösser gewesen, heisst das. Bei den vergangenen Nationalratswahlen gingen die Grünen Thurgau mit den Sozialdemokraten eine Listenverbindung ein. Das würde wohl auch bei den kommenden Wahlen im Herbst der SP den Sitz sichern. Doch gleichzeitig besteht für die Grünen die verlockende Chance eines eigenen Sitzgewinns, wenn sie nur mit der GLP eine Listenverbindung eingingen und mehr Stimmen als diese ergatterten. «Können wir die SP alleine in den Wahlkampf ziehen lassen?», stellt Jost Rüegg aber die Frage. Denn der SP-Sitz von Edith Graf-Litscher, die für linke Anliegen, aber auch für grüne Politik einstehe, wolle er nicht gefährden. Offensichtlich sind sich die Grünen aber uneinig. Deshalb wird am 26. Mai die Mitgliederversammlung den Entscheid der Listenverbindung fällen. Die Idee des Alleingangs von Grünen und GLP dürfte durch die Wahlverluste in Zürich aber kaum Aufwind erhalten haben. (sme.)

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