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Sommer? Das ist kein Badi-Wetter!

Nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die Bademeister bekommen den regnerischen Sommeranfang zu spüren: In die Thurgauer Freibäder zieht es momentan nur Sportler und hartgesottene Wasserratten. Dabei war der Saisonauftakt im Mai gar nicht so schlecht.
Marco Zala
Auf den grossen Ansturm muss Dominique Assire, Chefbademeister vom Schwimmbad Hörnli in Kreuzlingen, vorerst noch warten. (Bild: Andrea Stalder)

Auf den grossen Ansturm muss Dominique Assire, Chefbademeister vom Schwimmbad Hörnli in Kreuzlingen, vorerst noch warten. (Bild: Andrea Stalder)

«Wegen der anhaltenden Regenperiode liegen unsere Badegästezahlen deutlich unter dem Schnitt», sagt Dominique Assire, Chefbademeister des Schwimmbads Hörnli in Kreuzlingen. In einem Punkt sind sich die Thurgauer Bademeister einig. Selbst die Anlagen mit beheizten Schwimmbecken verkauften im Juni bisher deutlich weniger Eintritte. Und auch für die kommenden Tage sieht die Wetterprognose nicht sonderlich vielversprechend aus: Temperaturen um knapp 20 Grad und immer wieder Regenschauer.

Die Saison ist noch lang

Da bleibe eben nichts anderes übrig, als auf schöneres Wetter zu warten, sagt Assire. Mit jeder Woche steige die finanzielle Einbusse. Für eine Bilanz sei es aber noch viel zu früh, denn die effektiven Folgen zeigen sich im Verlauf der Saison. «Jeder Monat ist wichtig. Man kann genauso gut einen verregneten August erwischen», erklärt er.

In einer ähnlichen Situation befindet sich auch das Bischofszeller Schwimmbad. «Wir haben momentan fast keine Badegäste», berichtet Bademeister Patrick Hauser. Bei schlechter Witterung schliesst das Bischofszeller Freibad jedoch seine Pforten. In dieser Zeit kümmert sich das Team beispielsweise um den Garten und muss deshalb «sehr flexibel sein». Denn häufig werde selbst bei schlechtem Wetter das Bad am Morgen für Frühschwimmer geöffnet. «An Tagen mit wechselhafter Wetterlage müssen wir auch allzeit für eine kurzfristige Öffnung in Bereitschaft sein», sagt Hauser.

Durchschnittlicher Mai

In Frauenfeld kann man hingegen mit demselben Eintritt Frei- und Hallenbad benutzen. Zudem ist das Aussenbecken beheizt. Und dennoch liegen die Badegästezahlen im Juni bisher rund 30 Prozent unter dem Durchschnitt der letzten sechs Jahre, sagt Fabrizio Hugentobler, Leiter Amt für Freizeitanlagen und Sport. Momentan sind es täglich nur 900 statt 1200 Besucher. Da der Mai jedoch durchschnittlich verlaufen sei, habe der Verkauf der Saisonkarten nicht gross gelitten.

Sollte es im Verlauf des Sommers wegen weniger Einzeleintritten trotzdem zu einem finanziellen Defizit kommen, beeinflusse dies bei städtischen Bädern das Budget fürs nächste Jahr nicht, sagt Hugentobler.

Bei jeder Witterung

Wie in allen befragten Bädern gibt es auch im Seebad Romanshorn passionierte Wassersportler, die bei jeder Witterung erscheinen. «Das liegt sicherlich auch an unserem beheizten Becken», sagt Bademeister Roland Lüscher. Sowieso ist er optimistisch gestimmt: «Das schöne Wetter kommt schon noch.»

Derselben Meinung ist Bademeister Daniel Schönenberger vom Schwimmbad Arbon: «Regenperioden wie diese kommen immer wieder vor, aber sobald die Sonne scheint, müssen wir drei Tage warten, bis wieder wer ins Bad kommt.» Komme es aber am Bodensee zu grösseren Überschwemmungen, sei die Saison zunichte gemacht. «Es dauert rund drei Wochen, bis das Becken vom angeschwemmten Dreck befreit ist.»

Fabrizio Hugentobler Leiter Amt für Freizeitanlagen und Sport der Stadt Frauenfeld (Archivbild: Reto Martin)

Fabrizio Hugentobler Leiter Amt für Freizeitanlagen und Sport der Stadt Frauenfeld (Archivbild: Reto Martin)

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