Somm sorgt für einen Wahlkampf

FRAUENFELD. Warm gelaufen hatten sich Roland Eberle (SVP), Brigitte Häberli (CVP) und Klemenz Somm (GLP) bereits am Dienstagabend an einer Wahlveranstaltung in Kreuzlingen. Am Mittwoch standen sie nun TZ-Redaktionsleiter David Angst im Bürgersaal in Frauenfeld Red und Antwort.

Michèle Vaterlaus
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Roland Eberle (Bilder: Andrea Stalder)

Roland Eberle (Bilder: Andrea Stalder)

FRAUENFELD. Warm gelaufen hatten sich Roland Eberle (SVP), Brigitte Häberli (CVP) und Klemenz Somm (GLP) bereits am Dienstagabend an einer Wahlveranstaltung in Kreuzlingen. Am Mittwoch standen sie nun TZ-Redaktionsleiter David Angst im Bürgersaal in Frauenfeld Red und Antwort. Themen waren die Energiewende, die Altersvorsorge sowie die Strassenprojekte BTS und OLS.

Ein harmonisches Duo

Häberli und Eberle traten – wie schon in Kreuzlingen – als Team auf und betonten ihre gute Zusammenarbeit in Bern. Sie beide unterstützen die Strategie des Bundesrates, bis 2050 aus der Atomenergie auszusteigen. Somm fordert ein schnelleres Vorgehen: Bis 2029 müsse der Ausstieg möglich sein. Eberle glaubt nicht, dass die Atomkraft ersetzbar ist. Er warnte davor, dass die Schweiz bei einem Ausstieg später «dreckigen Strom» importiert. Häberli findet zwar auch, je früher der Atomausstieg umso besser, nur müsse man realistisch bleiben. Sie verweist auf Interessenkonflikte zwischen der Förderung von erneuerbaren Energien und den Anliegen des Umweltschutzes. Einig waren sich die drei darin, dass das Reformpaket für die Altersvorsorge notwendig ist. Sprich, dass das Rentenalter der Frauen erhöht, der Umwandlungssatz der zweiten Säule reduziert und die Mehrwertsteuer erhöht werden muss. Somm ist aber gegen die Erhöhung des Lohnanteils zur Finanzierung der AHV. Er setzt sich für eine Abgabe auf fossile Energien zu Gunsten der AHV ein. Auch Eberle, der in der ständerätlichen Kommission einsitzt, die das Paket erarbeitet hat, würde einige kleine Änderungen begrüssen.

Somm hat von Mutter gelernt

Angst sprach schliesslich BTS und OLS an. Eberle und Häberli wollen dafür sorgen, dass der Bund Gelder für deren Bau spricht. «Wir sind gut im Lobbyieren, hängen es aber nicht an die grosse Glocke», sagte Eberle. Somm zweifelt an den Projekten: «Ich bin für eine koordinierte Verkehrspolitik. Der Nationalrat ist kein Tummelplatz für regionalpolitische Gartenpfleger.» Häberli erwidert, dass ein Volksentscheid umgesetzt werden müsse und seine Aussage undemokratisch sei. Somm: «Wenn man etwas nicht finanzieren kann, dann gibt es das nicht. Das habe ich von meiner Mutter gelernt.»

Brigitte Häberli (Bild: Andrea Stalder (Andrea Stalder))

Brigitte Häberli (Bild: Andrea Stalder (Andrea Stalder))

Klemenz Somm (Bild: Andrea Stalder (Andrea Stalder))

Klemenz Somm (Bild: Andrea Stalder (Andrea Stalder))