Solarstrom mit 15 Rappen vergüten

Zu viel erzeugte erneuerbare Energie soll im Thurgau mit mindestens 15 Rappen je Kilowattstunde vergütet werden. Damit richtet sich der Thurgau nach den Empfehlungen des Bundesamtes für Energie.

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Frauenfeld. Die Abteilung Energie des Kantons Thurgau teilt mit, dass der Kanton Thurgau und der Verband Thurgauischer Elektrizitätsversorgungen (VTE) auf den Grundlagen des Bundes Empfehlungen zur Erfassung und Abrechnung der Elektrizitätsproduktion erarbeitet haben.

Danach kann bei Kleinanlagen bis drei Kilovolt-Ampere (kVA) mit einem einzigen Zähler die produzierte Energie direkt von der bezogenen Energie abgezogen werden (rückwärts laufende Zähler).

Bei der Vergütung erneuerbarer Überschussenergie inklusive der ökologischen Mehrwerte empfehlen der Kanton und der VTE einen minimalen Preis von 15 Rappen pro Kilowattstunde (kWh) im Jahresdurchschnitt.

Grundlage der überarbeiteten kantonalen Richtlinien bilden die neuen Empfehlungen und Vollzugshilfen des Bundesamtes für Energie für die Umsetzung der Anschlussbedingungen der Elektrizitätsproduktion. Diese gelten rückwirkend ab 1. Januar 2010, und zwar für Anlagen, die nach dem 1. Januar 2006 in Betrieb genommen wurden.

Bei älteren Verträgen gelten die bisherigen Anschlussbedingungen unverändert bis zum Jahr 2025 weiter. Die Anpassung der Empfehlungen des Bundes ist durch die Neuerungen im eidgenössischen Energiegesetz hinsichtlich erneuerbarer Energien nötig geworden. Danach sind Netzbetreiber verpflichtet, in ihrem Netzgebiet die fossile und erneuerbare Energie, ausgenommen Strom aus Wasserkraftanlagen mit über zehn Megawatt (MW) Leistung, abzunehmen und zu vergüten. (id)

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