So vieles kann schiefgehen

Thursicht

Larissa Flammer
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Ferien sind eigentlich immer ein Grund zur Vorfreude. Besonders die langen Sommerferien. Doch Vorfreude treibt die Erwartungen in die Höhe. Tagträume von gesunden Fruchtsäften und Salaten im Garten, von entspannten Ausflügen in die Badi, von Reisen an unbekannte Orte; in unserer Vorstellung wird jeder freie Tag perfekt.

Dabei kann so vieles schiefgehen. Diese Woche mussten zum Beispiel in unmittelbarer Nachbarschaft zum Thurgau mehrere Ferienanlässe für Kinder abgesagt werden, weil ein Mann mit Motorsäge die Öffentlichkeit in Atem hielt. Die Eltern sind erleichtert, der Nachwuchs enttäuscht. Doch auch das Wetter kann ein Spielverderber sein. So fiel der Plan vom Nickerchen im Liegestuhl auf Balkonien Anfang Woche buchstäblich ins Wasser.

Wer in die Ferne schweifte, konnte dem kurzzeitigen Herbsteinbruch und dem medialen Wirbel entkommen. Die vielen Reisenden brachten dafür vermutlich die Mitglieder des Hinterthurgauer Bürgerprotests durch den von ihnen mitverursachten Fluglärm um Nerv und Schlaf.

Und wer sagt denn überhaupt, dass Ferien am Meer so viel besser sind als an Bodensee und Thur? Spätestens wenn Waldbrände den Weg zum Ausflugsziel versperren oder eine Haisichtung den Badespass vermiest, dürfte der Tagtraum von perfekten Ferien zerplatzt sein. Da schwärmt mancher wieder von der heimischen Badi – und vergisst für kurze Zeit Wespen und Baustellenlärm zu Hause.

Larissa Flammer

larissa.flammer@thurgauerzeitung.ch