So viele Beschäftigte wie noch nie

Die 60 Mitglieder des Industrie- und Handelsvereins der Region Frauenfeld beschäftigten 2013 mehr als 6300 Mitarbeiter. Das Stimmungsbarometer ist generell gut, fürs laufende Jahr rechnen die meisten mit einem guten Geschäftsverlauf.

Stefan Hilzinger
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Oliver Vietze (Zweiter von links), Präsident des Industrie- und Handelsvereins der Region Frauenfeld, mit den neuen Vorstandsmitgliedern Willi Studer, Andrej Rudolf Jakovac und Tobias Hohermuth. (Bild: Nana do Carmo)

Oliver Vietze (Zweiter von links), Präsident des Industrie- und Handelsvereins der Region Frauenfeld, mit den neuen Vorstandsmitgliedern Willi Studer, Andrej Rudolf Jakovac und Tobias Hohermuth. (Bild: Nana do Carmo)

FRAUENFELD. Oliver Vietze, Präsident des Industrie- und Handelsvereins der Region Frauenfeld (IHF), hat an der Jahresversammlung der Vereinigung am Dienstag im Casino in Frauenfeld wenig Grund zur Klage. 60 Mitglieder zählt die Vereinigung. Sie ist zwar verglichen mit ähnlichen Organisationen in anderen Regionen des Kantons Thurgau verhältnismässig klein, was die Anzahl Mitglieder angeht. Doch gemessen an der Anzahl Beschäftigten gehört sie zu den grossen. Mit 6309 Mitarbeitenden haben die Betriebe der IHF im vergangenen Jahr einen Höchststand erreicht.

Erstaunlicherweise sei der Anteil an weiblichen Angestellten von 29 Prozent auf 26 Prozent zurückgegangen. Ein herber Schlag für die Wirtschaft der Region ist die angekündigte Schliessung der Firma Müller-Martini in Felben. Damit verliert die Vereinigung ihr drittgrösstes Mitglied.

Wohlstand nicht gefährden

Erfreuliches habe auch die von der IHF unter den Mitgliedern durchgeführte Umfrage zutage gebracht: Für 2014 rechneten nur acht Prozent der Betriebe mit einem rückläufigen Geschäftsverlauf, 92 Prozent der Mitglieder beurteilten den Markt zumindest ausgeglichen oder besser als im Vorjahr. Die Schweizer Wirtschaft profitiere im Gegensatz zu den Nachbarn weiterhin von einem Wachstum, wozu nebst guten Exporten bei Chemie, Pharma und Uhren, auch das inländische Baugewerbe derzeit noch viel beitrage.

Wenig Freude hat Vietze am Ausgang der Abstimmung über die Masseneinwanderungs-Initiative. Immerhin 30 Prozent der Angestellten der IHF-Mitgliedsfirmen seien Ausländer. «Wie sollen wir künftig unser Personal rekrutieren?», fragt sich Vietze. Er warnt davor, den Schweizer Wohlstand nicht mit dummen politischen Entscheiden zu gefährden.

Auf die GV hin erklärten Donat Frei, Michael Thüler und Martin Witzig ihren Rücktritt aus dem Vorstand. Der langjährige Präsident Witzig hat als Beisitzer seinen Nachfolger Vietze ein Jahr lang begleitet. Nun hört er auf im IHF-Vorstand. Frei von der Sia geht in die Ruhestand und Kassier Thüler von der Müller-Martini scheidet zwangsläufig aus dem Gremium. Neu in den Vorstand wählt die Versammlung Andrej Rudolf Jakovac von Kaufmann & Vettorel, Tobias Hohermuth von Tuchschmid und Willi Studer von der Stutz AG.

Dritter Tag der Wirtschaft

Der dritte Tag der Frauenfelder Wirtschaft findet am 3. September statt. Als Gastredner treten Bergsteigerin Eveline Binsack und Neuropsychologe Lutz Jäncke auf.

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