Skilift macht Sommerpause

OBERWANGEN. Zum Saisonende zieht der Präsident der Genossenschaft Skilift Oberwangen, Harald Wagner, Bilanz. Trotz harzigem Anfang lief die Saison mit durchschnittlich 100 Besuchern pro Tag gut.

Tanja Weibel
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Harald Wagner kontrolliert jeweils zum Saisonende die Rollen des Bügellifts. (Bild: Gjon David)

Harald Wagner kontrolliert jeweils zum Saisonende die Rollen des Bügellifts. (Bild: Gjon David)

«Fast 4000 Personen nutzten diese Saison den Skilift in Oberwangen», sagt Harald Wagner, Präsident der Genossenschaft Skilift Oberwangen. Nach dem Saisonende vom letzten Samstag zieht Wagner eine positive Bilanz. «Der Skilift war während dieses Winters an 34 Tagen geöffnet. Bei einem Durchschnitt von 100 verkauften Tageskarten kann diese Saison als sehr gut bezeichnet werden. Auch wenn der Anfang ein wenig harzig war.»

Hochbetrieb im Februar

Die beste Frequentierung hatte der Skilift in der Vergangenheit meist während der Weihnachtsferien. «Wenn viele Familien mit ihren Kindern für einige Stunden Skifahren wollen», sagt Wagner. «Da in dieser Saison an Weihnachten kein Schnee lag, konnte der Lift nicht in Betrieb genommen werden. Auch während den Sportferien hatte es nicht genug Schnee.» Der Skilift erlebte seinen Saison-Höhepunkt erst im Februar. «Nachdem es in der Fasnachtszeit richtig viel schneite, zählten wir an einem einzigen Tag rund 700 Besucher.»

Skiclub trainiert in Oberwangen

Der Skilift wird nicht nur von Familien genutzt. Auch die Skiclubs Fischingen und Uzwil trainieren in Oberwangen. «Die Piste mit ihren verschiedenen Ebenen ist spannend für jüngere und ältere Fahrer. Diese Saison waren zudem aussergewöhnlich viele Schulklassen hier», sagt Wagner.

Weitere Besucher sind Jugendliche aus der Umgebung, die sich nachmittags beim Skilift treffen, um Sport zu treiben oder einfach zusammenzusitzen. «Ich denke, dass die Leute im Dorf froh darüber sind, wenn die Jugendlichen nicht irgendwo rumhängen, sondern ihre Freizeit an einem beaufsichtigten Ort verbringen.» Auch die einheimischen Läden profitieren von den vielen Besuchern, die mittlerweile nicht mehr nur aus der Region kommen. «Unser Skilift ist bekannt. Mittlerweile kommen viele Leute auch von weiter her, beispielsweise aus Winterthur oder Konstanz», sagt Wagner.

Auch kritische Stimmen

Trotz der Beliebtheit werden manchmal auch kritische Stimmen laut. «Einige Leute bemängeln, dass der Lift und die Schneekanonen viel Energie verbrauchen», erzählt der Präsident. «Aber wenn all unsere Besucher statt zu uns ins Toggenburg gefahren wären, hätte das wohl kaum weniger Energie verbraucht.»

Harald Wagner ist seit 1998 Präsident der Genossenschaft. «Der Skilift wertet die Region auf. Die Kinder können hier das Skifahren lernen und sich austoben.» Obwohl er gerne Präsident ist und noch nicht ans Aufhören denkt, ist der Vorstand auf der Suche nach Nachfolgern. «Viele von uns sind schon ewig dabei. Irgendwann müssen andere ran.»

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