Skaten bei besten Bedingungen

Ob Skaten oder Klassisch-Laufen: Die Loipen auf dem Seerücken sind seit einigen Tagen präpariert. Auch Ulya Appel nutzt das perfekte Wetter und geht mit Tochter Helena auf eine der Rundstrecken langlaufen.

Gjon David
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Ulya Appel aus Berg skatet auf einer der Loipen auf den Seerücken. Sie läuft zum ersten Mal hier in Salen-Reutenen. Hinten zieht sie ihre Tochter Helena im Wägeli auf Kufen mit. (Bild: Gjon David)

Ulya Appel aus Berg skatet auf einer der Loipen auf den Seerücken. Sie läuft zum ersten Mal hier in Salen-Reutenen. Hinten zieht sie ihre Tochter Helena im Wägeli auf Kufen mit. (Bild: Gjon David)

SALEN-REUTENEN. Der Schnee glitzert in der Morgensonne. Die Baumäste können den schweren Schnee, der auf ihnen lastet, kaum noch halten. Die Loipe sieht aus, als wäre sie kürzlich präpariert worden. In weiter Ferne ist eine Person auf Langlaufski zu sehen. Hinten zieht sie etwas hinterher.

Einer der frühesten Termine

Es ist die passionierte Skaterin Ulya Appel aus Berg. «Das ist meine achtmonatige Tochter Helena», sagt Appel. Helena sitzt im Wägeli auf Kufen und macht einen glücklichen Eindruck. «Wir sind heute zum erstenmal auf dieser Loipe hier auf dem Seerücken», sagt Appel. Sie habe vorher acht Jahre lang in Bayern (Deutschland) gelebt. «Da hatten wir den Schnee vor der Haustür.» Sie freue sich, dass der Winter auch am Bodensee so viel Schnee mit sich bringe.

Heini Gubler, Präsident vom Verein Langlaufclub Seerücken-Haidenhaus und Inhaber der Traditionsfirma Ski-Gubler in Hörhausen, kann das nur bestätigen: «Wir haben heute eine Schneehöhe von 25 Zentimetern», sagt er. Der Verein unterhält seit mehr als 30 Jahren in der Nähe von Salen-Reutenen eine drei, sieben und zehn Kilometer lange Rundstrecke. «Am zweiten Dezember haben Roman Regenscheit aus Herdern und ich zum erstenmal die Loipen gespurt», sagt der Präsident. Das sei einer der frühesten Termine in den vergangenen 32 Jahren. «Letztes Jahr konnten wir erst im Februar raus fahren.»

Die drei und die sieben Kilometer lange Rundstrecke sei geöffnet, die zehn Kilometer lange nicht. «Am Wochenende wird es wieder wärmer, deshalb haben wir die längste Strecke nicht präpariert.

Die einzigen Toiletten

Dann informiert Gubler, dass neben den Loipen auch die Schlittelpiste vom Haidenhaus bis Steckborn geöffnet sei. «Ebenfalls mehrere Spazierwege.» Mehr als 150 Leute hätten schon die Pisten benutzt. «Viele sind aus der Region, aber auch aus Konstanz oder Singen kommen sehr viele», sagt Gubler. Die Gäste müssten aber, bevor sie auf die Pisten gingen, eine Tages-, Regionale Saison- oder Schweizer Jahreskarte – im Haidenhaus oder bei Ski-Gubler in Hörhausen – lösen, sagt Pius Mächler. Er führt in zweiter Generation das Restaurant Haidenhaus in Salen-Reutenen. «Wir haben die einzige Infrastruktur hier oben.» Infrastruktur? «Ja. Die einzigen Toiletten hier oben finden sie nur in unserem Restaurant», sagt der Wirt und schmunzelt.

Aktuelle Loipen-Infos unter Telefon 052 762 73 79