SIRNACH: Vielseitige Einblicke ins Gewerbe

Ob Schönheitsoase, Samariter oder Druckerei: Die Gewerbemesse SiGA stiess bei der Bevölkerung nach 15 Jahren Unterbruch auf reges Interesse. Über 60 Firmen, Institutionen und Vereine nutzten die Plattform.

Maya Heizmann
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Der fünfjährige Ascanio freut sich übers Päcklifischen. (Bilder: Maya Heizmann)

Der fünfjährige Ascanio freut sich übers Päcklifischen. (Bilder: Maya Heizmann)

Maya Heizmann

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

Draussen vor dem Zelt drehte ein nostalgisches, 150-jähriges Karussell zu Orgelklängen seine Runden. Nicht nur Kinder, sondern auch Bewohner des nahen Altersheims Grünau nutzten die Gelegenheit, eine «Rösslifahrt» zu geniessen. Auf einem roten Teppich gelangten die Besucher in das grosse Zelt der Aussteller, in welchem sie von einer lockeren Stimmung empfangen wurden. An den schön gestalteten Ständen standen die Leute beisammen, interessierten sich für die Auslagen und Angebote, hielten ein Schwätzchen ab oder knabberten an den dargebotenen Häppchen.

Frische Berliner nach Bad im heissen Öl

Am Bäckereistand stellte Kurt Sprenger frische Berliner her. «Jedes dieses Hefegebäcks muss viermal zwei Minuten im heissen Öl bei 160 Grad frittiert werden», sagte er. Dabei werden die Berliner viermal gedreht, um danach per Spritze mit feiner Konfitüre gefüllt zu werden. Marcel Grossmann präsentierte sein mobiles Spielcasino. «Bei diesem Zeitvertreib kann man nicht süchtig werden, denn es wird ohne Geld gespielt», erklärte er. Ob Schönheitsoase, Versicherungen, Samariter, Küchenhersteller, Banken, Hörtechnik, Druckerei und mehr: Viele Firmen warteten mit Wettbewerben auf, bei denen es meistens um Schätzfragen ging. Gute Beachtung erhielt im Aussenbereich die Sonderschau der Landwirte. Ebenfalls verschönerten viele Musikauftritte im Dreitannensaal den Messeaufenthalt.

Das erste Lehrstellen-Forum vermochte am Samstagmorgen viele Oberstufenschüler anzulocken. Vom Coiffeur, Schreiner, Zimmermann, Maler über Banker, Dachdecker, Elektromonteur bis zum Koch und mehr. Insgesamt stellten sich um die 40 Betriebe vor. Die Schülerin der zweiten Sekundarklasse Anja Kielholz findet den Anlass «mega läss». Sie möchte Drogistin werden. Der 14-jährige Ramon Tondo schwärmt von seinem Traumberuf als Zierpflanzengärtner.

Anknüpfen an erfolgreiche Ausstellungstradition

«Es war unser Bestreben, schon ein Jahr nach Vereinsgründung die erste Messe durchzuführen», sagte Markus Kopp, Präsident Gewerbe Sirnach. Er sei überzeugt, dass sie mit der SiGA 17 an eine erfolgreiche Ausstellungstradition anknüpfen können. Nun soll alle drei Jahre eine Gewerbeausstellung stattfinden.

Auch Gemeindepräsident Kurt Baumann zeigte sich erfreut über die Leistungsschau. «Die Messe soll ein Treffpunkt sein, wo man gute Kontakte knüpfen kann», sagte er. «Das isch guet gsi», sagte die Sirnacherin Rosmarie Dietrich nach dem Rundgang. Die Heimweh-Sirnacher Klara und Armin Wipf stimmten dieser Aussage zu.