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SIRNACH: Vielsaitig alpenländisch

Hunderte Besucher strömten zum Dreikönigskonzert in die katholische Kirche St. Remigius. Weihnachtsmusik aus dem Toggenburg und dem Tirol stand im Fokus des Traditionsanlasses.
Rudolf Steiner
Stilvoller Aufritt des Konzertchors Bader mit weiteren Mitwirkenden am Dreikönigskonzert in Sirnach. (Bild: Rudolf Steiner)

Stilvoller Aufritt des Konzertchors Bader mit weiteren Mitwirkenden am Dreikönigskonzert in Sirnach. (Bild: Rudolf Steiner)

Rudolf Steiner

hinterthurgau@thurgauerzeitung.ch

Wer zu spät kommt, findet in der katholischen Kirche St. Remigius in Sirnach nach sieben Uhr keinen Sitzplatz mehr und muss sich das eineinhalbstündige Konzert wenn überhaupt stehend anhören. So auch dieses Jahr wieder, an der 21. Austragung des von Kantor Cornelis Bader geleiteten Dreikönigskonzertes. Sitzplätze gab es keine mehr, obwohl noch Scharen von erwartungsvollen Besuchern auf die Kirche zusteuerten. Dieses Jahr mag ein besonderer Leckerbissen die Anziehungskraft noch geschürt haben. Denn Bader hatte den bekannten Toggenburger Komponisten Peter Roth eingeladen, eine Koryphäe auf dem Gebiet der alpenländischen Volksmusik.

Peter Roth hat eigens ein Werk komponiert

Vor mehr als einem Jahr hatte Bader mit Roth Kontakt aufgenommen und mit der Planung für das diesjährige Dreikönigskonzert begonnen. "Dank meines treuen Publikums getraute ich mich, mit dem diesjährigen Programm zu neuen Ufern aufzubrechen und der einheimischen Volksmusik aus unserer Region einen würdigen Rahmen zu bieten", sagte Bader. Und da sei die Wahl fast unausweichlich auf Peter Roth gefallen.

Im Laufe der Zusammenarbeit sei dann auch die Idee entstanden, für das diesjährige Konzert ein neues Werk mit alpenländischer Volksmusik zu schaffen. "Ich bin von seiner Komposition ‹Im Liecht isch Rum und Ziit› schlicht begeistert. Peter Roth verdient für das Geleistete mein uneingeschränktes Lob und meine grenzenlose Bewunderung", sagte Bader nach dem 90 Minuten dauernden Konzert sichtlich ergriffen und beeindruckt.

Ein sichtlich begeistertes Publikum

Ausser der Uraufführung erklangen am Konzert auch Stücke aus Roths bekanntester Komposition, der "St. Johanner Wie-nacht". Jodel- und Chorgesang, Instrumentalmusik und Hackbrettspiel begeisterten das Publikum gleichermassen. Wunderschön anzuhören war etwa das "Gloria, der Engel bei den Hirten", bei dem der Komponist selbst am Hackbrett stand. Highlight des diesjährigen Dreikönigskonzert war dann zweifellos die Premiere des neuen Werks "Im Liecht isch Rum und Ziit", das nach Roths eigener Einschätzung vom musikalischen und textlichen Inhalt eine logische Ergänzung von Stücken aus der "St. Johanner Wienacht" dastellt.

Harmonische Musik aus dem Tirol

Ein wesentlicher musikalischer Bestandteil des Dreikönigskonzerts war auch die Darbietung der alpenländischen Weihnachtsmusik aus dem Tirol der vier charmanten Musikerinnen der Formation aus dem unteren Inntal. Die Zwillingsschwestern Anna (Hackbrett) und Lisa Strickner (Kontrabass, Querflöte, Okarina), Sabrina Klotz (Gitarre) und Theresa Giner (Hackbrett, Harfe) haben sich während ihrer Ausbildung an der Musikschule Hall im Tirol kennen gelernt. Sie spielen seit zehn Jahren zusammen und treten unter dem Namen "Die Vielsaitigen" auf.

Mit ihren einfühlsamen Melodien des Tiroler Komponisten Lorenz Maierhofer setzten sie einen besinnlichen Kontrast zu den aufwühlenden und zu Herzen gehenden Toggenburger Melodien von Peter Roth.

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