SIRNACH: Umweltschutz spart Geld

Energieeffizienz im KMU. Das Thema des siebten Keest-Unternehmerforums lockte knapp 40 Gewerbler und Politiker in den Betrieb des Wallenwiler Neo-Nationalrats Hansjörg Brunner.

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Fairdruck-Inhaber Hansjörg Brunner begrüsst seine Gäste; unter anderen Keest-Geschäftsführer Andreas Koch und Regierungsrat Walter Schönholzer. (Bild: Christoph Heer)

Fairdruck-Inhaber Hansjörg Brunner begrüsst seine Gäste; unter anderen Keest-Geschäftsführer Andreas Koch und Regierungsrat Walter Schönholzer. (Bild: Christoph Heer)

Zu Gast bei Freunden. Das hätte auch das Motto des siebten Keest-Unternehmerforums sein können. Denn die knapp 40 Gewerbler und Politiker fanden sich am Mittwochabend in der Sirnacher Fairdruck ein – bei Neo-Nationalrat Hansjörg Brunner. Man kennt sich, man schätzt sich, und man gönnt den anderen ihren Erfolg. Erfolge, die in den Betrieben auch dank grösstmöglicher Energieeffizienz machbar werden – dies das Thema des Abends.

Ursprünglich ging die Keest, das Kompetenz-Zentrum Erneuerbare Energie-Systeme, aus dem «Wirtschaftsraum Südthurgau» hervor. Geschäftsführer Andreas Koch erklärte, dass die Keest den Leistungsauftrag des Kantons Thurgau als Drehscheibe und Ansprechpartner für KMU in Sachen Energie erfüllt. «Getragen durch den Thurgauer Gewerbeverband und die Industrie- und Handelskammer Thurgau IHK unterstützen wir die KMU auf ihrer Suche nach Energieeinsparungen und machen so die Energie-Effizienz greifbar.» Als Referenten fungierten verschiedenste Fachpersonen. Nebst Hansjörg Brunner (Inhaber Fairdruck AG) und Andreas Koch waren das Andrea Paoli (Leiter Abteilung Energie Kanton Thurgau), Andreas Ro­then (Geschäftsführer Act, Clean­tech Agentur Schweiz), Florian Buchter (Geschäftsführer Peik, Energieschweiz).

Gespannt war man zudem auf die Ausführungen von Regierungsrat Walter Schönholzer. Er liess die Konsequenzen aus der Abstimmung vom vergangenen Mai noch einmal Revue passieren. Die damalige Abstimmung zur Energiestrategie 2050 wurde vom Schweizer Volk klar angenommen und somit das Ende des Atomzeitalters eingeläutet. «Wir im Thurgau müssen unbedingt unser Musterprogramm und die eingeschlagenen Stossrichtungen weiterführen. Der Atomausstieg, die Massnahmen zum Ausbau der erneuerbaren Energien und die Massnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sind dabei die drei anvisierten Ziele.»

Andreas Koch brachte den Interessierten das Projekt «Move» näher. Von diesem «Mehrwert ohne Verschwendung von Energie» profitieren insbesondere KMU, in welchen die jährlichen Energiekosten den Betrag von 100000 Franken nicht übersteigen. «Sinnbildlich für Move haben wir eine Möwe im Logo», sagte Koch. «Sie steht dafür, dass man niemals untergeht, im Thurgau zu Hause ist, sich stets wieder nach oben kämpft und auch bei Sturm ein guter Flieger ist – so wie wir.»

Mehr Liquidität, weniger Energieabgaben

«Move» soll für KMU eine vereinfachte Möglichkeit sein, sich Hilfe und Unterstützung zu holen. Andreas Koch wies auf die zahlreichen positiven Nutzen hin. «Mehr Gewinn dank weniger Kosten. Mehr Liquidität dank weniger Energieabgaben. Mehr Innovation dank mehr Investition. Es gäbe noch viel mehr, was man über unser einzigartiges Angebot aufzählen könnte.» Nach den ­Referaten vertieften sich beim Apéro die Gespräche unter den Gewerblern – ein Austausch unter Freunden.

Christoph Heer

hinterthurgau

@thurgauerzeitung.ch