SIRNACH: Prinzen, Puppen und ein Hexenhaus

Die Spielgruppe Müsliburg ist in neue Räumlichkeiten umgezogen. Im einstigen Restaurant Brückenwaage steht 72 Vorschulkindern ein wahres Paradies offen.

Maya Heizmann
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In der ehemaligen Gaststube steht ein Spielzimmer den «Müsli»-Kindern zur Verfügung. (Bild: Maya Heizmann)

In der ehemaligen Gaststube steht ein Spielzimmer den «Müsli»-Kindern zur Verfügung. (Bild: Maya Heizmann)

SIRNACH. «Hier in diesem Haus stehen uns auf zwei Etagen grosszügige Räume zur Verfügung», erklärte Manuela Raschle, Präsidentin des Vereins Müsliburg. Insgesamt sieben Zimmer haben die Kinder zur Verfügung, in denen sie spielen, sich austoben, ausruhen und auch lernen können.

Am Samstagmorgen konnte die Bevölkerung die mit viel Liebe eingerichteten Räume besichtigen. Im Parterre befindet sich die Küche, die sanitären Anlagen und in der ehemaligen Gaststube ein Riesenspielzimmer. Hier verlocken das Puppenhaus, die Holzeisenbahn, Legosteine, Autos und viele Spielsachen zum Verweilen. Im Extra-Raum zum Austoben gibt es eine Rutschbahn, ein Schaukelpferd, einen Kletterturm, ein Zelt, ein Trampolin, viele Bälle und bunte Kissen, um Burgen zu bauen.

Sprache spielerisch vermittelt

Im ersten Stock sind in drei Räumen ein Prinzen- und ein Prinzessinnenzimmer mit Verkaufsstand, Hexenhaus und vielem mehr untergebracht. Ein Zimmer dient mit einem grossen Tisch für kreatives Basteln. Hier findet auch die Sprachspielgruppe ihren geeigneten Platz. Jeweils werden in den beiden Sprachspielgruppen die deutsche Sprache spielerisch und zwanglos vermittelt und gefördert. Es werden keine Aufgaben gestellt.

Sieben ausgebildete Gruppenleiterinnen und einige Begleitpersonen freuen sich, die Kinder zu betreuen und zu unterstützen. Die Kinder im Vorschulalter sind zwischen zweieinhalb und fünf Jahre alt. Sie können einmal oder zweimal in der Woche die Spielgruppen in der Müsliburg besuchen.

Gemeindepräsident Kurt Baumann gratulierte den Leiterinnen für die geschmackvollen Einrichtungen der Räume. «Genial, wie das Haus lebt, nur schade, dass ich nicht ein Dreijähriger bin», sagte er. Von seiner Arbeitsstelle im Gemeindehaus habe er es nicht weit, um sich wenn nötig im unteren Extra-Zimmer auszutoben, lachte er. Auch Gemeinderätin Yvonne Koller freute sich über den neuen grosszügigen Standort der Müsliburg. «Mir gefällt es gut bei den <Müsli>. Besonders die Holzeisenbahn, aber auch die Rutschbahn und die anderen Kinder», sagte der vierjährige Reto, der einmal pro Woche die Müsliburg besucht.

Die «Brückenwaage» gehört der Gemeinde Sirnach und steht noch im kommunalen Schutzplan. Das Gebäude soll dereinst einem Ersatzbau oder einem Park weichen. Präsidentin Manuela Raschle und die Gruppenleiterinnen hoffen, dass sie ein paar Jahre am neuen, idealen Standort bleiben können.