SIRNACH: Nun liegt es nur noch an Münchwilen-Eschlikon

Die Spitex-Mitglieder sagen einstimmig Ja zur grossen Fusion im Hinterthurgau. Bichelsee-Balterswil und Fischingen stimmten schon vergangene Woche zu. Kommende Woche kann der dritte Vereine das Projekt endgültig absegnen.

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Die Spitex-Mitglieder sagen einstimmig Ja zur Fusion. (Bild: Keystone)

Die Spitex-Mitglieder sagen einstimmig Ja zur Fusion. (Bild: Keystone)

Schritt für Schritt: Zwei von drei Vereinen haben jetzt Ja gesagt zur geplanten Spitex-Fusion, welche Anfang 2018 vollzogen werden soll. Wie schon vor Wochenfrist in Bichelsee sagten auch die Stimmberechtigten der Spitex Sirnach einstimmig Ja zur Spitex Regio Tannzapfenland. Entscheiden wird nun der Spitex-Verein Münchwilen-Eschlikon, dessen Mitgliederversammlung findet am 10. Mai in Münchwilen statt.

Vorgestern tagten aber zuerst die Sirnacher, 65 Personen zählte der Souverän an der 22. Mitgliederversammlung, welcher alle traktandierten Geschäfte einstimmig genehmigte. Vereinspräsidentin Traudi Schönegger betonte betreffend Fusion, wie weit man sich bereits vorgearbeitet habe. «Der Vorstand war im vergangenen Jahr zu einem grossen Teil mit der Projektarbeit für die bevorstehende Fusion beschäftigt. Infolge der Fusionspläne war es uns wichtig, den Betrieb auf dem Niveau des Vorjahres zu stabilisieren und die Kosten möglichst tief zu halten.» So dürfe gesagt werden, dass Sirnach ein attraktiver Partner für die geplante Fusion sei.

Schönegger betonte, dass die Spitex Sirnach ein enorm gesunder Betrieb sei, mahnt aber davor, nachlässig zu werden. «Weiterhin muss betriebswirtschaftlich gedacht, organisiert und gearbeitet werden. Es ist unsere Pflicht den Klienten eine hohe Qualität zu bieten und die Kosten so tief wie möglich zu halten.»

Von Gemeindepräsident Kurt Baumann ist man sich gewohnt, dass er ein Grusswort von politischer Seite her an die Spitex richtet. So sagte auch er, dass die Fusion unabdingbar sei: «Der Gemeinderat hat sich einstimmig für die Fusion ausgesprochen und dies aus guten Gründen.» So half etwa die Spitex mit, dass seitens Politischer Gemeinde gute Jahresabschlüsse erreicht werden konnten. Kritischere Worte folgten, so betitelte Kurt Baumann das Gesundheitswesen als eine «Dauerbaustelle».

Schönegger sagte, dass alle 55 Mitarbeiter der drei Vereine von der neuen Spitex Regio Tannzapfenland übernommen würden. «Geplant ist zudem, dass es für eine erste Testphase zwei Stützpunkte geben wird, einer in Sirnach und einer in Münchwilen. Wo wir die Geschäftsstelle unterbringen werden, ist aber bis dato noch ungewiss.» Langfristig gesehen sei das Erfüllen des Leistungsauftrags nur in tadelloser Zusammenarbeit möglich. Worte, die wohl bis Münchwilen und Eschlikon hallen, die Zeichen stehen auch dort klar auf Fusion.

Christoph Heer

hinterthurgau

@thurgauerzeitung.ch